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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bräucht Hilfe....


juhcon
01.02.2006, 18:50
...hi, hab mir letztes Jahr ne Duke 2 gekauft (Gebraucht - sehr gut in Schuss) und kenne mich nicht sehr gut aus. Hab das Motorrad jetzt zum ersten Mal überwintern lassen (Batterie abgeklemmt und Benzin aus dem Motor gelassen, also Hahn zugedreht und Motor laufen lassen bis aus). Jetzt würde ich gerne wieder fahren und hab das Problem, dass ich die Kiste absolut nicht zum Laufen kriege bei den niedrigen Temperaturen. Meine Frage: Gibt es irgendwelche Insidertricks oder sowas, um die Duke 2 oder Motorräder allgemein nach mehreren Monaten wieder auf Hochtouren zu bringen??? Hab mir heute mit dem Kickstarter nen Ast abgerissen, bestimmt 20 Minuten und ca. 1000 Kalorien verbraucht, während die Batterie relativ schnell alle geht. Dann hab ichs ein Paar mal geschafft, das Motorrad an zu bekommen, aber dann gehts recht flott wieder aus (und die Batterie ist wieder bald leer nach 5,6,7 Versuchen) und ich denke das ist einfach auf den sehr kalten Motor zurückzuführen. Würd mich über ein wenig Hilfe freuen. Ciao, Greetz

Frederik

tobee
01.02.2006, 19:12
Da gibts nur eines:
Batterie laden, Benzinhahn öffnen (dieser Punkt geht bei mir öfter mal vergessen), Choke ziehen, und orgeln.
Meine ist so nach 4-5 Sekunden angelaufen, säuft dann aber gerne noch ein paar mal ab. Bei voll geladener Batterie ist das aber kein Problem, jedes mal Anlassen kommt sie besser an!
Anschliessend Choke langsam zurückstellen.

juhcon
01.02.2006, 19:50
vielen Dank !!!
So werd ich das morgen machen, ich hab aber vor, die Maschine mit der fast leeren Batterie anzumachen, indem ich das Aufladegerät dranhab während ich "orgele". Würdest du mir davon abraten oder ist das Wurschd.

LG

mario
01.02.2006, 19:51
choke nur etwa ein drittel bis halb ziehen ...eventuell neuen (zündwilligen) benzin .

davor mal die kerze raus und säubern ...

dann wird sie schon anspringen .... (**)

geber
01.02.2006, 20:27
mit dem Ladegerät das Moped anmachen kannste vergessen. Es sei den es ist ein LKW-Ladegerät.
Ein normaler Lader bringt nur ein paar Ampere, der Anlasser braucht im Anlaufmoment das hundertfache.
Häng den Lader für 12 Stunden dran und mach Sie dann, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben, an. Wieviel Choke und wie lange weiß ich nicht. Jedes Moped und jeder Fahrer hat da so seine Eigenarten.
Und vergiss nicht: Die Batterie wird in deinem Fall auch für die Zündung gebraucht. Also wenn wie Batterie platt ist, nützt kicken auch nix mehr.

tschüss
geber

...und noch was: Wenn Sie en läuft, lass Sie ordentlich warm laufen, sonst springt Sie nächstes mal noch schlechter an. Aber nicht im Standgas! Am besten gleich ne Runde drehen, oder mit kurzen Gasstössen Schmierung und Wasserpumpe auf Trab halten. Dieses winterliche kurzmallaufenlassenumzusehenobsienochgeht ist Gift für den Motor. Der Brennraum verkohlt, es bildet sich Kondenswasser im Gehäuse, Lager laufen trocken, die Batterie wird nicht nachgeladen und und und.

Gammel
02.02.2006, 07:31
Das Problem, mit dem nicht anspringen kenne ich. Die Batterie hält nicht einmal mittelschwere Anlasser-Orgien aus, die ist von daher für solche Sachen eher ungeeignet. Ist zumindest meine Meinung. 8-| Ich gehe bei dieser Sache immer wie folgt vor. Vor dem abstellen der Kati, einfach den Benzinhahn schliessen und warten bis die Mühle von alleine ausgeht, somit ist schon mal sichergestellt das die Kammer im Vergaser so gut wie leer ist und das Benzin seine Zündfähigkeit verliert. Dann die Batterie ausbauen (wenns halt so wie jetzt Winter ist und man eh auf absehbare Zeit nicht fahren möchte). Bevor man dann wieder fahren möchte, vorher die Batterie für einige Stunden anschliessen und laden lassen. Batterie einbauen, Benzinhahn auf und ich mach es dann immer so, das ich pauschal mit dem Überbrückungskabel dabei gehe. :D Sobald die Kati einmal angesprungen ist, mach ichs Kabel wieder ab und den Rest (sofern nötig) schafft auch der bessere 9-Volt Block der Kati. Funzt bei mir nach monatiger Standzeit recht gut und meine Kati steht im Carport. :)

Gammel

juhcon
02.02.2006, 11:19
Vielen Dank für die vielen Tips !!!

juhcon
02.02.2006, 11:46
tjo habs gerade mal wieder probiert, Batterie war 10 Stunden geladen (so stehts in der Anleitung), nach 4 ..5 Versuchen dann war die Batterie auch schon wieder alle und die Maschine nur ma ganz kurz an. Kann ja wohl nicht sein, dass das so schwierig ist, nur weils keine 20 Grad draußen sind und das Motorrad 3 Monate stand...Kickstarter kann man auch vergessen, da macht man sich nur alle. Wunder mich, dass sowas mit meinem Schrott-50 ccm³-Roller viel einfacher ist, egal wie lange der unbenutzt in der Garage steht :(

tobee
02.02.2006, 17:34
... in dem fall würde ich mal die batterie genauer anschauen! falls du ein nicht "wartungsfreies" exemplar mit 6 deckelchen zum öffnen hast, mal den wasserstand kontrollieren und gegebenenfalls auffüllen (Achtung: auch wenn du deinem motorrad etwas gutes tun willst nimm kein teures mineralwasser! destilliertes wasser ist das einzig richtige!!).
ansonsten batterie ganz laden und in einer motorradgarage mal unter last prüfen lassen (wenn du die geräte dafür hast kannst du das natürlich auch selber machen).
eventuell hats die batterie hinter sich! sollte doch schon etwas länger halten! (tut zumindest meine)
falls du informationen zum richtigen batterie laden brauchst nur fragen!
bei 10 stunden ladezeit müsste dein ladegerät mit etwa 0.8 bis 0.9 ampere laden? ist das richtig? sollte auf dem gerät stehen.

Vroni
02.02.2006, 18:31
Früher gabs den PRI Schalter am Benzinhahn der das Starten nach langer Stehzeit erleichtert hat. :)

Heute muss man nachhelfen :( , frisches Benzin in den Tank und das Bike (hört sich grob an) auf die Seite legen damit Benzin nachläuft, dann starten

Wenn das nichts hilft Kerzen anschauen ob evt. Feuchtigkeit die ursache ist, Kerze saubermachen evt. tauschen und nochmals probieren.

juhcon
02.02.2006, 20:57
jup, hab ich versucht. Ich habe die Zündkerze zweimal gereinigt und überprüft ob noch ein Funke überspringt, war der Fall, ich hab mit ner Autobatterie heute überbrückt und dann locker 60 Minuten probiert. Hab auch die Vergaserschwimmerkammer entleert, denn das hatte ich vor dem Abstellen nicht getan. Nächste Woche kommt der KTM-Händler das Motorrad abholen, falls mir bis dahin nicht noch was schlaues einfällt...vielleicht muss ich den Vergaser mal öffnen und sauber machen, weil da was nicht in Ordnung ist, denn nur mit Kick- und Elektrostarter alleine tut sich nichts, egal wie lange ich es ausprobiere...mit neuem Spritt das wär vielleicht noch ne Idee, aber glaub irgendwie nicht dass das nötig is oder funktioniert, wenn der Tank eh noch halb voll is.

LG

Norbert
03.02.2006, 09:09
Hallo,

ohne neuen Sprit kannst du das vergessen!
Mache neuen rein und gut.
Der verleirt ganz schnell seine Zündfähigkeit, ggf kannste auch mal kurz mit etwas Startpilot nachhelfen. Ist zwar nicht sooooo gut für den Motor, aber zum kurz anspringen geht das

Gruss

Norbert

flad
03.02.2006, 11:25
Kam mir auch grad, nimm mal ein wenig startpilot, wenn sie dann nicht an geht...
Kommt denn Benzin aus dem Vergaser wenn du sie auf die seite legst?

juhcon
06.02.2006, 22:57
Ok Jungs, danke nochmal für eure Hilfe...Operation Failed, Patient noch regungslos...keine Lebenszeichen, alle Organe gecheckt (Zündkerze zündet, Batterie überbrückt). Schocktherapie (Startpilot oder Marathonkicken) zeigt keine Wirkung, neuer Spritt auch nicht, Schwimmerkammer-Entleerung: negativ!

Diagnose:
Ursache wird im Vergaser vermutet (was bleibt übrig?)
-vielleicht Düse verstopft?

Vergaseröffnungs-OP zwecks Reinigung wurde in Erwägung erzogen, jedoch zwecks mangelnder Erfahrung des Assistenzarztes und Arbeitsaufwandt abgebrochen... (zuviele Kabel - zuviel Respekt vor dem Patient)

Kommentar: Den Spaß überlass ich lieber dem Händler !!!

Status: weiterhin Wachkoma des Patienten, demnächst Überweisung in Spezialklinik.

Weitere Einfälle werden gerne entgegen genommen.

MFG

Ass.arzt Dr. FS