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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erlebnisbericht Service Duke2 - Ventile und Bremsflüssigkeit


madhuf
04.09.2005, 20:58
zuerst ne alte geschichte:

Seit diesem Jahr ist es pflicht in österreich auch bei moppeds den siedepunkt der bremsflüssigkeit zu messen.
Das war mir neu und deshalb fragte ich in einer werkstätte nach ob die denn die suppe wirklich so heiß essen wie gekocht würde.
Das bestätigten die sehr zu meinem mißfallen, hätte ich mir denken könen.

Weil die pampe hinten schon seit 5 jahren drinnen war, eine dementsprechende farbe hatte und ich damit mit bomben und granaten durch die prüfung rasseln würde. Derweil brems ich doch hinten eh gar niemals nie nicht.

Zuerst hab ich mir so einen automatischen bremsentlüfter bei ebay gekauft und dann nach der guten alten dot5.1 gesucht.
Gibts aber nirgends mehr, also dot4 ins körbchen gelegt.

Abends vor ca. 14 tagen hab ich dann den entlüfternippel abgenommen und das gewinde mit teflon eingewickelt.
Sonst zieht der da nebenluft und man wird nie fertig.
Dann den schnellentlüfter angehängt und mit dem fußbremshebel gepumpt.
Das beschissene ist halt, daß der entlüfter erst bei einem gewissen druck öffnet, aber der luftpolster im schlauch alle mühen zunichte macht und fest blasen in die zange drückt.
Das kennst sofort am weichen bremspedal.

Diese teile kannst voll in die tonne hauen, kaufts euch das blos nicht.

Na gut, saug ich den dreck halt mit der guten alten spritze leer.
Gesagt, getan.
Zum schluß wollte ich besonders perfekt entlüften und hab die hohlschraube am bremszylinder leicht geöffnet, weil das ja der höchste punkt ist und da sich die luft sammen muß.
Wie ich da so öffne und den hebel nochmals betätige denk ich mir der fetzen wird ja gar nicht naß.
Alles neben den bereitgelegten fetzen gespritzt.

Nachdem bremsflüssigkeit und lack super miteinander harmonieren watschle ich also um 23:00 noch zum brunnen und gieß den einen oder anderen kübel wasser übers mopperl.
Um ganz sicher zu sein wurden es dann 10.


Leider hab dabei übersehen, daß ich in meinem überschwang dabei den überlaufbehälter mit angefüllt habe und sich der motor das wasser dann eben über den überlaufschlauch in seine innereien gezogen hat.

Beim bereits bekannten ölwexel hab ich nur ein paar bläschen am ölpeilstab gesehn und mir nix weiter gedacht.
Beim ablassen hab ich sowieso nix gesehen.
Öl war auch in etwa so wie immer.


Tja, beim öffnen der ventildeckel hab ich dann allerdings einiges an beigem öl-wasser-schleim gefunden.
Na super, des brauchst.

Ich wisch das zeug raus wo ich dazukomme, die entlüftungsschläuche spüle ich mit benzin aus. Vorne ist das zeug nur bis zum schwamm gekommen, und der war ziemlich dicht.
Aber das bezin hat alles aufglöst und schon bald war er wieder frei. Hinten am getriebe ists allerding bis ganz runter gekommen.
Egal, das öl im sumpf sah nicht danach aus.
Also wieder ein spülung und ruhe ist.
Was im rahmenrohr drinnen ist kann ich nicht sagen, habe eine spritze benzin reingedrückt, am mopped gewackelt und die brühe abgelassen. Mehr kann ich nicht tun.

Nun zum erfreulichsten: die ventile paßten alle, 0.15er ging nicht rein, die 0.125er flutschte.

Am längsten hab ich fürs spülen und die suche nach so einer verflixten schelle und der spoilerschraube gebraucht. Beides hab ich nicht mehr gefunden, derweil wäre die garge gar nicht so groß.