madhuf
30.08.2005, 00:21
tja, leute, bin grade fertig nach ca 4.5h arbeit für einen ölwechsel und wenige andere dinge.
Nachdem vermutlich eine ölverdünnung vorlag (undichter benzinhahn - bericht wird folgen) habe ich auf anraten meines haus- und hoftuners einen ölwechsel durchgeführt.
Da ich mir das leben wahrlich nicht leicht mache und ich leider ein absoluter technokratischer perfektionist bin wars wieder mal aufwendiger...
1. Akt: Feinfilter & Rahmenbrustrohr
Die Sau ziehrt sich wie immer, will nicht runter vom rahmen.
Ich schwachoni schaffs nicht das teil zu lösen.
Der technokrat nimmt sich einen fetzen und zwirbelt ihn um den filter, auf das er quasi per knebel einen besseren kraftschluß erreiche was aber aufgrund asthmatischer schachonitis auch nix wird.
Gut, ich nehme mal den ölfilterschlüssel (extra angeschafft - leider zu groß...) aber das wird schon mal gar nix.
Ingenieur MadHuf wickelt den fetzen um den filter um die fehlenden zentimeter im radius auszugleichen und setzt an.
Leider halt in die falsche richtung, alles retour, was sehr super ist, da der filterschlüssel so ein breites band hat, daß es nur sehr schwer zwischen filter und den laschen durchpaßt - erst recht, wenn da noch ein fetzen zusätzlich im weg ist.
Aber egal, gut ding braucht weile und der filter ergibt sich seinem schickal.
Da war ich froh, bisher hab ich ihn immer mit einem schraubenzieher aufgestochen und rausgehebelt.
Opas uraltwerkzeug made in dschibuti nudelt mir fast den entlüftungsschrauben ab aber vaters gute nuß aus dem hause gedore rettet den abend.
Ein guter mech füllt natürlich zuerst den feinfilter mit öl an und setzt ihn erst dann ein.
Madhuf meint es zu gut und das meiste aus dem großzügigem guss aus der 4l-buddel fließt zu boden.
Woher soll ich auch wissen, daß da eh nix reinpaßt.
Na gut - wisch ich halt zusammen und ruh ist.
2. Akt - Filter
Der motor hat sich schnell ausgeblutet und ein paar wackler holen die letzten milliliter raus. Am magneten und im sieb finden sich nur eine geringe anzahl von spänen, abe vier größere brösel, so mit ca 0.5mm kantenlänge, sind grau und daher wahrscheinlich aus nikasil, mal sehen ob sich da im laufe der zeit noch mehr tut.
Was mich mehr stört ist der fakt daß wahrscheinlich wasser im öl ist, ich hab neulich auch was in den kühler nachgefüllt.
Da aber nix emulgiert ist denke ich mal das kommt eher vom letzten bremsflüssigkeitwexel. Das ging so scheiße das ich nachher sicherheitshalber die mopette mit 10 kübel wasser übergoß, wahrscheinlich hat er sichs dann aus dem überlaufbehälter per kurbelgehäuseentlüftung geholt...
Nun wirds gemein, der filter-sau rauszufrickeln habe ich immer schon gehaßt wie die pest.
Alle Lc4 mit e-start bis 2001 (oder so) sind da die hölle. Später hat sich der liebe gott herabgetan die mattighofener mit den edlen schmiedeteilen der SCs großzügiger zu beliefern, womit die hölle zur gemähten wiese würde.
Hab ich aber leider nicht und so muß ich eben durch die hölle...
Ritzelschutz runter, hohlschraube gelöst, mit imbus die ölfilterschrauben gelöst (ein kalter motor wirkt hier wunder - beim heissen hats mir mal den genialen stubai-imbus abgerissen - merke: alu dehnt unter hitze mehr und spannt die schraube ins unermessliche vor - nix geht mehr)
Der deckel geht mit viel gewackel irgendwann doch mal runter und ich bin froh, weil ich schon mal viel mehr geflucht habe.
Jetzt will ich den vermaledeiten deckel nacharbeiten um mir in zukunft die arbeit zu erleichtern. In der hacke hab ich mir die dichtung ausgemessen und festgestellt das da ca 5mm wandstärke sind.
Viel zu viel, weil ich ja mit meiner duke keine felsen erschlagen will.
Ich denke mir 2mm müßten reichen...
Also per CAD auskonstruiert wie groß das scherzal sein muß, das ich abhoble um genau auf die 2mm wandstärke zu kommen.
Leider paßt die dichtung nicht 100%ig mit dem deckel zusammen, innen ists ein millimter und aussen ein halber.
Gott sei dank hab ich mir in weiser vorrausicht (jaja, das alter hat auch mal was gutes) eine tabelle mit einem schwung variationen auswerfen lassen.
Noch fix zwischen zwei werten interpoliert (18.2 und 21.2), den deckelumriß zu papier geworfen, das mittel und die sehnenlänge (20mm) eingezeichnet, den ganzen schmafu auf den deckel zurückübertragen (weißer edding rulez), den deckel per panzertape abgedichtet und den schleifbock angeworfen.
Leider ist der zu grob und ungenau und das letzte was ich will ist ein loch im ölfilterdeckel, also mußte die feile ran.
Das dauert natürlich...
Später die späne runter pinseln/reiben, draufkommen, daß die nut für den oring sehr flach ist und daher ich locker 2mm mehr von der flanschhöhe abnehmen könne. Noch geschwind ein paar großzügige fasen drangetüdelt, weil ich ja perfektionist bin und unbedingt das letzte my-meter auch noch haben muß (viel zu oft schieße dabei allerdings übers ziel hinaus...). Die nacharbeit des deckels hat mich ca 1.5h gekostet.
Neuer o-ring rein in die nut und den filter in den motor eingesetzt.
Ein technokrat befüllt natürlich auch diesen filter, am besten von inner her. Und das ist gar nicht so leicht mit einer 4-liter buddel in das kleine loch reinzuhalten - ziemlich oft weil das öl ja nur langsam den filter durchtröpfelt.
In summer gehen aber keine 5 tropfen daneben.
Dann noch schnell den gangsensor raus weil ich sehen will ob ich den mit einer blindschraube später mal verschließen kann, epc ist eh schon seit ein paar jahren tot, und an der stelle kann man jedem millimeter platz brauchen. Leider wird das wohl nichts werden...
Oder soll ich es mit einer wurmschraube versuchen, nur mit loctite gesichert weil ja kein anschlag da wäre?
Draussen raunzt die katze und will in die garage. Soll sie doch, die neugierige nase. Leider pißt sie mir nur auf den gragenboden - aha, das war also gemeint... - seeehr super.
Nun ist es an der zeit öl wieder in den motor reinzukippen, in die kupplung kleckere ich ca 1.3 liter rein, müßte ja passen. ist aber viel zu viel.
Naja, mal schauen wie mir das brustrohr so mitspielt.
Leider ist mir meine 100cm³-wundspritze neulich kaputtgegangen (gummikolben hat das öl nicht so vertragen ist daher gequollen und festgeklebt.
Ich kann das viele öl also auch gar nicht mehr absaugen, da muß wohl der motor mit der ölpumpe das öl ins brustrohr befördern.
Linker finger am deko und rechter daumen am knopf läßt den starter orgeln bis er taub wird. Kurze rast und weiter gehts.
Das hat aber aller keinen sinn weil absolut nix weiter geht.
Also motor angeworfen und im leerlauf den motor das reservoir volltuckern lassen.
Irgendwann kriege ichs mit der angst zu tun und stelle den moto ab, die arme sau soll ja nicht verreiben...
Mir bleibt nix anderes übrig als das reservoir mit der 20cm³-spritze anzufüllen - seeehr super.
Aus dem großen kanister befülle ich die kappe einer spraydose um so mit der kleinen spritze arbeiten zu können.
Die ganze motorpumperei hatte doch was gutes, nur ca 6-10 spritzen waren nötig.
Leider sehe ich erst jetzt, daß die kappe so ein kleines loch hat, wie es eine jede hat und ich darf wieder mal einen kleinen see wegtunken.
Zu guter letzt noch schnell einen kontrollblick auf den ölfilterdekcle und was muß ich sehen: alles waschelnass.
So eine verfluchte scheisse.
Aber ich habe glück und es ist der übliche verdächtige: Die elendige hohlschraube saut wieder, trotz funkelnagelneuer dichtungen. Hat wer ein patentes rezept dagegen?
Ich gieße mir gerade meinen wohlverdienten ananassaft ein und haue das zeug hinter die kiemen.
Es schmeckt ganz abscheulich, was die natürlichste sache der welt ist, weil ich trottel mal wieder die guck im geschäft nicht weit genug augebracht habe und zur gapefruit gegriffen habe.
Diese scheiß verpackungen sehen doch alle gleich aus, und woher soll ich wissen was pompelmo bedeutet (gut, ich sehe gerade auf der rückseite stehts eh in deutsch auch...)
Morgen kommt das abdichten des Benzinhanes drann, eine kleine ventileinstellerei und ev ein kerzentausch...
So und jetzt gehe ich plörre auskotzen...
Nachdem vermutlich eine ölverdünnung vorlag (undichter benzinhahn - bericht wird folgen) habe ich auf anraten meines haus- und hoftuners einen ölwechsel durchgeführt.
Da ich mir das leben wahrlich nicht leicht mache und ich leider ein absoluter technokratischer perfektionist bin wars wieder mal aufwendiger...
1. Akt: Feinfilter & Rahmenbrustrohr
Die Sau ziehrt sich wie immer, will nicht runter vom rahmen.
Ich schwachoni schaffs nicht das teil zu lösen.
Der technokrat nimmt sich einen fetzen und zwirbelt ihn um den filter, auf das er quasi per knebel einen besseren kraftschluß erreiche was aber aufgrund asthmatischer schachonitis auch nix wird.
Gut, ich nehme mal den ölfilterschlüssel (extra angeschafft - leider zu groß...) aber das wird schon mal gar nix.
Ingenieur MadHuf wickelt den fetzen um den filter um die fehlenden zentimeter im radius auszugleichen und setzt an.
Leider halt in die falsche richtung, alles retour, was sehr super ist, da der filterschlüssel so ein breites band hat, daß es nur sehr schwer zwischen filter und den laschen durchpaßt - erst recht, wenn da noch ein fetzen zusätzlich im weg ist.
Aber egal, gut ding braucht weile und der filter ergibt sich seinem schickal.
Da war ich froh, bisher hab ich ihn immer mit einem schraubenzieher aufgestochen und rausgehebelt.
Opas uraltwerkzeug made in dschibuti nudelt mir fast den entlüftungsschrauben ab aber vaters gute nuß aus dem hause gedore rettet den abend.
Ein guter mech füllt natürlich zuerst den feinfilter mit öl an und setzt ihn erst dann ein.
Madhuf meint es zu gut und das meiste aus dem großzügigem guss aus der 4l-buddel fließt zu boden.
Woher soll ich auch wissen, daß da eh nix reinpaßt.
Na gut - wisch ich halt zusammen und ruh ist.
2. Akt - Filter
Der motor hat sich schnell ausgeblutet und ein paar wackler holen die letzten milliliter raus. Am magneten und im sieb finden sich nur eine geringe anzahl von spänen, abe vier größere brösel, so mit ca 0.5mm kantenlänge, sind grau und daher wahrscheinlich aus nikasil, mal sehen ob sich da im laufe der zeit noch mehr tut.
Was mich mehr stört ist der fakt daß wahrscheinlich wasser im öl ist, ich hab neulich auch was in den kühler nachgefüllt.
Da aber nix emulgiert ist denke ich mal das kommt eher vom letzten bremsflüssigkeitwexel. Das ging so scheiße das ich nachher sicherheitshalber die mopette mit 10 kübel wasser übergoß, wahrscheinlich hat er sichs dann aus dem überlaufbehälter per kurbelgehäuseentlüftung geholt...
Nun wirds gemein, der filter-sau rauszufrickeln habe ich immer schon gehaßt wie die pest.
Alle Lc4 mit e-start bis 2001 (oder so) sind da die hölle. Später hat sich der liebe gott herabgetan die mattighofener mit den edlen schmiedeteilen der SCs großzügiger zu beliefern, womit die hölle zur gemähten wiese würde.
Hab ich aber leider nicht und so muß ich eben durch die hölle...
Ritzelschutz runter, hohlschraube gelöst, mit imbus die ölfilterschrauben gelöst (ein kalter motor wirkt hier wunder - beim heissen hats mir mal den genialen stubai-imbus abgerissen - merke: alu dehnt unter hitze mehr und spannt die schraube ins unermessliche vor - nix geht mehr)
Der deckel geht mit viel gewackel irgendwann doch mal runter und ich bin froh, weil ich schon mal viel mehr geflucht habe.
Jetzt will ich den vermaledeiten deckel nacharbeiten um mir in zukunft die arbeit zu erleichtern. In der hacke hab ich mir die dichtung ausgemessen und festgestellt das da ca 5mm wandstärke sind.
Viel zu viel, weil ich ja mit meiner duke keine felsen erschlagen will.
Ich denke mir 2mm müßten reichen...
Also per CAD auskonstruiert wie groß das scherzal sein muß, das ich abhoble um genau auf die 2mm wandstärke zu kommen.
Leider paßt die dichtung nicht 100%ig mit dem deckel zusammen, innen ists ein millimter und aussen ein halber.
Gott sei dank hab ich mir in weiser vorrausicht (jaja, das alter hat auch mal was gutes) eine tabelle mit einem schwung variationen auswerfen lassen.
Noch fix zwischen zwei werten interpoliert (18.2 und 21.2), den deckelumriß zu papier geworfen, das mittel und die sehnenlänge (20mm) eingezeichnet, den ganzen schmafu auf den deckel zurückübertragen (weißer edding rulez), den deckel per panzertape abgedichtet und den schleifbock angeworfen.
Leider ist der zu grob und ungenau und das letzte was ich will ist ein loch im ölfilterdeckel, also mußte die feile ran.
Das dauert natürlich...
Später die späne runter pinseln/reiben, draufkommen, daß die nut für den oring sehr flach ist und daher ich locker 2mm mehr von der flanschhöhe abnehmen könne. Noch geschwind ein paar großzügige fasen drangetüdelt, weil ich ja perfektionist bin und unbedingt das letzte my-meter auch noch haben muß (viel zu oft schieße dabei allerdings übers ziel hinaus...). Die nacharbeit des deckels hat mich ca 1.5h gekostet.
Neuer o-ring rein in die nut und den filter in den motor eingesetzt.
Ein technokrat befüllt natürlich auch diesen filter, am besten von inner her. Und das ist gar nicht so leicht mit einer 4-liter buddel in das kleine loch reinzuhalten - ziemlich oft weil das öl ja nur langsam den filter durchtröpfelt.
In summer gehen aber keine 5 tropfen daneben.
Dann noch schnell den gangsensor raus weil ich sehen will ob ich den mit einer blindschraube später mal verschließen kann, epc ist eh schon seit ein paar jahren tot, und an der stelle kann man jedem millimeter platz brauchen. Leider wird das wohl nichts werden...
Oder soll ich es mit einer wurmschraube versuchen, nur mit loctite gesichert weil ja kein anschlag da wäre?
Draussen raunzt die katze und will in die garage. Soll sie doch, die neugierige nase. Leider pißt sie mir nur auf den gragenboden - aha, das war also gemeint... - seeehr super.
Nun ist es an der zeit öl wieder in den motor reinzukippen, in die kupplung kleckere ich ca 1.3 liter rein, müßte ja passen. ist aber viel zu viel.
Naja, mal schauen wie mir das brustrohr so mitspielt.
Leider ist mir meine 100cm³-wundspritze neulich kaputtgegangen (gummikolben hat das öl nicht so vertragen ist daher gequollen und festgeklebt.
Ich kann das viele öl also auch gar nicht mehr absaugen, da muß wohl der motor mit der ölpumpe das öl ins brustrohr befördern.
Linker finger am deko und rechter daumen am knopf läßt den starter orgeln bis er taub wird. Kurze rast und weiter gehts.
Das hat aber aller keinen sinn weil absolut nix weiter geht.
Also motor angeworfen und im leerlauf den motor das reservoir volltuckern lassen.
Irgendwann kriege ichs mit der angst zu tun und stelle den moto ab, die arme sau soll ja nicht verreiben...
Mir bleibt nix anderes übrig als das reservoir mit der 20cm³-spritze anzufüllen - seeehr super.
Aus dem großen kanister befülle ich die kappe einer spraydose um so mit der kleinen spritze arbeiten zu können.
Die ganze motorpumperei hatte doch was gutes, nur ca 6-10 spritzen waren nötig.
Leider sehe ich erst jetzt, daß die kappe so ein kleines loch hat, wie es eine jede hat und ich darf wieder mal einen kleinen see wegtunken.
Zu guter letzt noch schnell einen kontrollblick auf den ölfilterdekcle und was muß ich sehen: alles waschelnass.
So eine verfluchte scheisse.
Aber ich habe glück und es ist der übliche verdächtige: Die elendige hohlschraube saut wieder, trotz funkelnagelneuer dichtungen. Hat wer ein patentes rezept dagegen?
Ich gieße mir gerade meinen wohlverdienten ananassaft ein und haue das zeug hinter die kiemen.
Es schmeckt ganz abscheulich, was die natürlichste sache der welt ist, weil ich trottel mal wieder die guck im geschäft nicht weit genug augebracht habe und zur gapefruit gegriffen habe.
Diese scheiß verpackungen sehen doch alle gleich aus, und woher soll ich wissen was pompelmo bedeutet (gut, ich sehe gerade auf der rückseite stehts eh in deutsch auch...)
Morgen kommt das abdichten des Benzinhanes drann, eine kleine ventileinstellerei und ev ein kerzentausch...
So und jetzt gehe ich plörre auskotzen...