madhuf
24.05.2009, 12:16
Bin ich hier richtig?
Gestern hab ich auf meiner Hausstrecke in kurvigem Geläuf einen gelben Blitz hinter einer Kurve verschwinden sehen.
Zwar war nur einen Augenblick lang bloß das halbe Heck sichtbar, trotzdem war mir sofort klar das es eine Lotus Elise war.
Weil man diese Wägelchen eigentlich sonst nur im Magazin sieht beschloß ich mir dessen Heck genauer anzusehen, schloß auf und klebte mich daran fest.
Durch das geringe Gewicht beschleunigte er ganz gut, viel besser als die anderen möchtegern-Racer in ihren Dosen. Aber die Duke ist halt nochmals leichter und mein Motor frisiert. Trotzdem sehr nett hintennach zu fahren, weils ja ein wirklich schönes gelbes Auto ist und der Fahrer kein Schneebrunzer war.
Es war das erste Mal, daß mich ein engagiert bewegtes Auto vor meiner Nase nicht gestört hat.
Bergab reckte wer die geballte Faust durchs Dach, war aber klar nicht unfreundlich gemeint.
Die nächste Kurve nahm er ziemlich flott, da steckte ich ein bischen zurück, weil ich wußte die ist ein bisserl rutschig und mit Leidplanken versehen (sah da schon mal ein Mopperl drunter durchgenudelt und dem Fahrer gings auch nicht besser) so verlor ich 2 oder 3 Meter.
Einzig ankreiden muß ich Ihm, daß er auf der Geraden ein bischen zu flott unterwegs war, bei 130-140 zahlt man im Falle des Falles ganz sicher in die Staatkasse ein.
Bei den nächsten Geschwindigkeitsbegrenzungen versuchte ich Ihm das richtige Tempo zu bedeuten was aber nur sehr eingeschränkt von hinten möglich ist, egal, die Bullerei stand eh nicht...
Bergauf bin ich dann an Ihm vorbeigezogen, hab ein paar Autos versaugt und dann abgebogen. Auf der darauf folgenden Verbindungsetappe bin ich extra langsam gefahren um zu sehen ob er den gleichen Weg nimmt. Was er dann auch tat...
Zwischenzeitlich hab ich dann wieder verloren und nach der nächsten Abzweigung fuhr ich wieder langsam bis die gelbe Flunder hinter mir den Asphalt aufsaugte, der gute Gmundner wußte also um die kurventechnischen Vorzüges des Laussa-Tals.
Gemeinsam fraßen wir das was uns die Straßenbauer vorwarfen, so richtig distanzieren konnte ich Ihn nicht und im Gegenzug er aber auch nicht so richtig drann bleiben. Alles in allem sehr angenehm, weil so kein psychologischer Druck aufgebaut werden konnte welcher dann den einen oder anderen in Graben treibt. Und das ich wichtig!
Später im Tal nach der Ortschaft Pechgraben ist er dann aber doch abgerissen, weil sich auf schmalen Straßen mit dem Mopperl doch besser überholen läßt.
Vor der nächsten Abzweigung hab ich wieder gewartet und geschaut ob er wieder in Richtung heimatliche Gefilde zieht oder meinen Verlockungen erliegt. Es haderte ein bischen mit der Entscheidung, ich glaubte er müsse erst einen Disput mit seiner Freundin klären, aber er folgte mir.
Also surften wir engagiert weiter auf dem Band des Asphaltes zur nächsten Abzweigung wo er mir wieder folgte,
Ich freute mich einen Feinspitz getroffen zu haben, der wußte anscheinenden was da noch so käme...
Eine ganz enge Kehre mit ein paar angeschlossenen immer schneller werdenenden Schikanen. Im Ortsgebeit dann wieder ein ganz enge Kehre wo man im STVO-konformen Bereich herausdriften kann.
Die nächste Abzweigung konnte er unmöglich kennen und so waren meine Gesten mir zu folgen mehr als eindeutig.
Brav bog auch er ab und ich zeigte Ihm was der liebe Gott noch so an topografischen Leckerlis zu(r) Erde ließ.
Später blieb ich stehen, stellte das Mopperl ab und sprach Ihn an, er war alleine im Auto. Er hat dann gesagt, daß er komplett die Orientierung verlor und mir einfach weiter nachgefahren wäre. Und überhaupt habe er noch nie ein jemanden ein Mopperl so bewegend (in die Kurve dreschen) sehen. Ich entgegnete ich wäre doch voll der Hosenbrunzer, was bei Ihm ein Gelächter entlockte und er schluckend meinte dann wären alle anderen aber ganz arge Hosenscheisser. Irgendwie kamen wir dann auf die Reifen zu sprechen, er meinte seine wären schon ein bisserl am Ende (Profil war noch gut) und zuhause läge noch ein Satz Yokohamas. Ich sagte ich hätte hinten einen Tourenreifen hinten drauf (Conti RoadAttack) und würde mit dem nicht so richtig warm, teilweise hab ich kein Vertrauen in den Gummi - das ließ den ein bisserl unrund werden. Wir plauschten noch ein bisserl weiter und ich sagte ihm linksrum ginge es in heimatliche Gefilde und rechtsrum kämen bis St.Peter i.d. Au noch einige sündige Kürvelchen. Leider beschloß er nach Hause zu fahren, der hat definitiv noch was nachzuholen.
Alles in Allem war es eine wirklich erhebende Ausfahrt und abschließend möchte ich sagen, daß ich mit einer serienmäßigen Duke2 nicht auf ein Duell mit einer gut bereiften Elisé mit Ortskenntnissen einlassen würde.
Am wichtigsten ist aber die gegenseitige Rücksichtnahme bei solch einem Herumgeheize. Der hintere darf auf keinen Fall drängeln (Moppedisten werden schnell in tötliche Fehler getrieben, ein Zucker im falschen Moment und man wutzelt sich im Graben) und der vordere muß viel in den Rückspiegel schauen und Warnungen bezüglich der Straßenverhältnisse ausgeben.
Gestern hab ich auf meiner Hausstrecke in kurvigem Geläuf einen gelben Blitz hinter einer Kurve verschwinden sehen.
Zwar war nur einen Augenblick lang bloß das halbe Heck sichtbar, trotzdem war mir sofort klar das es eine Lotus Elise war.
Weil man diese Wägelchen eigentlich sonst nur im Magazin sieht beschloß ich mir dessen Heck genauer anzusehen, schloß auf und klebte mich daran fest.
Durch das geringe Gewicht beschleunigte er ganz gut, viel besser als die anderen möchtegern-Racer in ihren Dosen. Aber die Duke ist halt nochmals leichter und mein Motor frisiert. Trotzdem sehr nett hintennach zu fahren, weils ja ein wirklich schönes gelbes Auto ist und der Fahrer kein Schneebrunzer war.
Es war das erste Mal, daß mich ein engagiert bewegtes Auto vor meiner Nase nicht gestört hat.
Bergab reckte wer die geballte Faust durchs Dach, war aber klar nicht unfreundlich gemeint.
Die nächste Kurve nahm er ziemlich flott, da steckte ich ein bischen zurück, weil ich wußte die ist ein bisserl rutschig und mit Leidplanken versehen (sah da schon mal ein Mopperl drunter durchgenudelt und dem Fahrer gings auch nicht besser) so verlor ich 2 oder 3 Meter.
Einzig ankreiden muß ich Ihm, daß er auf der Geraden ein bischen zu flott unterwegs war, bei 130-140 zahlt man im Falle des Falles ganz sicher in die Staatkasse ein.
Bei den nächsten Geschwindigkeitsbegrenzungen versuchte ich Ihm das richtige Tempo zu bedeuten was aber nur sehr eingeschränkt von hinten möglich ist, egal, die Bullerei stand eh nicht...
Bergauf bin ich dann an Ihm vorbeigezogen, hab ein paar Autos versaugt und dann abgebogen. Auf der darauf folgenden Verbindungsetappe bin ich extra langsam gefahren um zu sehen ob er den gleichen Weg nimmt. Was er dann auch tat...
Zwischenzeitlich hab ich dann wieder verloren und nach der nächsten Abzweigung fuhr ich wieder langsam bis die gelbe Flunder hinter mir den Asphalt aufsaugte, der gute Gmundner wußte also um die kurventechnischen Vorzüges des Laussa-Tals.
Gemeinsam fraßen wir das was uns die Straßenbauer vorwarfen, so richtig distanzieren konnte ich Ihn nicht und im Gegenzug er aber auch nicht so richtig drann bleiben. Alles in allem sehr angenehm, weil so kein psychologischer Druck aufgebaut werden konnte welcher dann den einen oder anderen in Graben treibt. Und das ich wichtig!
Später im Tal nach der Ortschaft Pechgraben ist er dann aber doch abgerissen, weil sich auf schmalen Straßen mit dem Mopperl doch besser überholen läßt.
Vor der nächsten Abzweigung hab ich wieder gewartet und geschaut ob er wieder in Richtung heimatliche Gefilde zieht oder meinen Verlockungen erliegt. Es haderte ein bischen mit der Entscheidung, ich glaubte er müsse erst einen Disput mit seiner Freundin klären, aber er folgte mir.
Also surften wir engagiert weiter auf dem Band des Asphaltes zur nächsten Abzweigung wo er mir wieder folgte,
Ich freute mich einen Feinspitz getroffen zu haben, der wußte anscheinenden was da noch so käme...
Eine ganz enge Kehre mit ein paar angeschlossenen immer schneller werdenenden Schikanen. Im Ortsgebeit dann wieder ein ganz enge Kehre wo man im STVO-konformen Bereich herausdriften kann.
Die nächste Abzweigung konnte er unmöglich kennen und so waren meine Gesten mir zu folgen mehr als eindeutig.
Brav bog auch er ab und ich zeigte Ihm was der liebe Gott noch so an topografischen Leckerlis zu(r) Erde ließ.
Später blieb ich stehen, stellte das Mopperl ab und sprach Ihn an, er war alleine im Auto. Er hat dann gesagt, daß er komplett die Orientierung verlor und mir einfach weiter nachgefahren wäre. Und überhaupt habe er noch nie ein jemanden ein Mopperl so bewegend (in die Kurve dreschen) sehen. Ich entgegnete ich wäre doch voll der Hosenbrunzer, was bei Ihm ein Gelächter entlockte und er schluckend meinte dann wären alle anderen aber ganz arge Hosenscheisser. Irgendwie kamen wir dann auf die Reifen zu sprechen, er meinte seine wären schon ein bisserl am Ende (Profil war noch gut) und zuhause läge noch ein Satz Yokohamas. Ich sagte ich hätte hinten einen Tourenreifen hinten drauf (Conti RoadAttack) und würde mit dem nicht so richtig warm, teilweise hab ich kein Vertrauen in den Gummi - das ließ den ein bisserl unrund werden. Wir plauschten noch ein bisserl weiter und ich sagte ihm linksrum ginge es in heimatliche Gefilde und rechtsrum kämen bis St.Peter i.d. Au noch einige sündige Kürvelchen. Leider beschloß er nach Hause zu fahren, der hat definitiv noch was nachzuholen.
Alles in Allem war es eine wirklich erhebende Ausfahrt und abschließend möchte ich sagen, daß ich mit einer serienmäßigen Duke2 nicht auf ein Duell mit einer gut bereiften Elisé mit Ortskenntnissen einlassen würde.
Am wichtigsten ist aber die gegenseitige Rücksichtnahme bei solch einem Herumgeheize. Der hintere darf auf keinen Fall drängeln (Moppedisten werden schnell in tötliche Fehler getrieben, ein Zucker im falschen Moment und man wutzelt sich im Graben) und der vordere muß viel in den Rückspiegel schauen und Warnungen bezüglich der Straßenverhältnisse ausgeben.