Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kupplung: Axialspiel minimieren??
Moin Moin!
Einige, die auch auf dem Treffen waren konnten meinen "Sack Schrauben" probehören.
Viele meinten, der Motor macht es nicht mehr lange (der klingt aber schon seit 7 Jahren so!) :-o .
Für alle anderen eine Geräuschbeschreibung: Eine hartes, helles, metallisches Klappern bzw. Scheppern, vermeintlich aus dem Bereich Kupplung, unabhängig von Gang und Kupplung.
Kolben und Nockenwellenlager scheiden aus ,weil letztes Jahr erneuert, Pleuel- und Kurbelwellenlager wurden dabei auch kontrolliert, alles im Toleranzbereich.
Ausgleichswelle scheidet aus, weil nicht vorhanden.
Mein neuer Händler meinte nun, das kann am Axialspiel des Kupplungskorbes liegen, um das zu beheben, müsste der "Innenring mit Bund"(31) , auf dem das Nadellager (32) des Korbes läuft abgedreht werden, um das Spiel zu minimieren.
Kupplungszeichnung (http://www.motofiches.com/sites/TYRBUW/fichesdetail.asp?cs=TYRBUW&bt=&mk=KTM&cc=620&ml=972661&id=KT972661620~DUKE~37KW~D)
Kann das hier jemand bestätigen?
Wurde das schon mal bei einem hier gemacht?
Oder hätte jemand eine andere Erklärung für das Klappern?
tschüss
gerd
Hi Gerd,
soweit ich weiß, ist das korrekte Verringern des Axialspiels nur durch Anbringen spezieller Lagerfixierungsbleche möglich. Aufgrund von Fertigungstoleranzen haben die Getriebewellen unterschiedliche Axialspiele, die durch Ändern der Lagerfixierbleche "eingestellt" werden können (=durch axiale Verschiebung des Lagers hinterm Kupplungskorb). Durch zu hohes Axialspiel entsteht, meines Wissens nach, die teilweise horrenden aber ungefährlichen Geräusche, die sich durch betätigen der Kupplung ändern und zum anderen ist das Getriebe bei manchen Modellen extrem hakelig, der Leerlauf findet sich schlecht und der 1. Gang rastet nur ein, wenn man die Kupplung leicht kommen lässt! Diese Bleche gibt's nicht mit offizieller ET Nummer, sondern müssen vom Händler über den KD bestellt werden. Frag' mal Deinen Händler, es gibt eine Technische Information (TI) darüber. Erst nach dem Einstellen dieses Spiels kann man dann beigehen, und die Bundbüchse ein bissl herunterdrehen, damit die Zwischenscheibe (zw. Mitnehmer und Korb) dichter an den Korb "rückt" und dieser dadurch weniger Spiel bekommt!
Bye
Sly
Oh!! Das ist doch mal eine kompetente Antwort!!
Da wird mir einiges klar...
Der Motor wurde mal von einem KTM Händler neu aufgebaut, der hatte wohl nicht die TI gekannt...
Ich hab mal grob nachgemessen:
Der gesamte Kupplungskorb hat ein axiales Spiel von 0,8mm.
Die Schaltbarkeit des Getriebes ist einwandfrei, bei gezogener Kupplung ändern sich die Geräusche ein klein wenig, unter Zug (Gang rein und Kupplung schleifen lassen) werden die Geräusche deutlich weniger.
Wo werden die Fixierungsbleche eingesetzt? Geht das von aussen oder muss der Motorblock dafür getrennt werden?
tschüss
gerd
Hallo Gerd,
nein, der Motor muss nicht getrennt werden. Wenn Du die Kupplung 'raus nimmst, also komplett mit Korb, dann schaust Du ja auf das Getriebeeingangslager. Und dieses Lager wird von aussen von einem, normalerweisen planen, "Blech" fixiert. Dieses dient eben dem Lager als Anschlag in Richtung Kupplung. Und genau dieses Blech gibt es in unterschiedlichen Dicken bzw. mit einer kleinen Abstufung dran, sodaß Du das Lager, wenn gewünscht, weiter zum Getriebe hin bringen kannst (bis auf den Anschlag im Gehäuse) und somit das Axialspiel minimierst. Sollte es noch nicht geschehen sein: bei der Aktion evtl. das herkömmliche Rollenlager gleich gegen das der neueren Bauart (Wälzlager, geteilte Ausführung) tauschen. Läßt sich mit einem Abzieher auch ohne Motordemontage durchführen!
fishermans friend
05.07.2005, 18:57
@slider
Was meinst du bei dem Wälzlager mit geteilte Ausführung?
Ist einer der beiden Lagerringe geteilt??
Vielen Dank Slider!! (**)
@Gerd:gern geschehen, ich hoffe es hilft Dir!?
@ff: das neue Getriebeeingangslager ist, im Gegensatz zur alten Ausführung, 2-, eigentlich 3-teilig: Lager, Innenring mit Bund, und Scheibe (als "Bund" für die andere Seite). Ist ein Wälzlager, d.h., es können höhere Radialkräfte aufgenommen werden, als beim herkömmlichen Rollenlager. Das Lager wurde ursprünglich nur bei den Rallye's verbaut, wurde dann aber aufgrund gehäufter Schäden auch bei allen LC4 ab '03 eingesetzt. Also, wenn noch nicht getauscht, dann bald nachholen...
Ich will nun mal den aktuellen Stand des Motorbastelspiels bekanntgeben:
1) Zuerst hab ich mit dem KTM Händler (Jens) das Getriebe mitsamt Eingangslager als Ursache des Lärms ausgeschlossen, da der Krach auch mit gezogener Kupplung und eingelegtem Gang (ergo Getriebe dreht nicht) vorhanden war.
2) Dann haben wir das Nadellager des Kupplungskobes gewechselt, weil der Korb axiales UND radiales Spiel aufwies, d.h. der Korb ließ sich auf der Welle hin und her kippen. Mit neuem Lager war das Spiel um einiges geringer.
An der Geräuschkulisse hat das praktisch nix geändert ;(
3) Dann haben wir geguckt was sich da noch so dreht und haben das Kickstarterzwischenrad entdeckt. Und siehe da: Das hat auch zuviel Spiel und kippt auf der Welle hin und her.
Also flugs gewechselt (kost ja nur 35?) und... :-o nix. Keine Änderung ;( ;(
4) Beschlossen, das Zeug erstmal in ruhe zu lassen und dann im Winter denn Motor mal aufzumachen und richtig nachzugucken. Kann ja nur der Primärantrieb sein.
Kolben und Nockenwellenlager wurden Anfang 2004 von einem anderen Händler erneuert und die Kurbelwelle geprüft. Vielleicht ist die Kurbelwelle ja nicht richtig ausdistanziert (Der Jens hat mir einige nette Geschichten über Toleranzen bei KTM erzählt...)
5) Dann vor einigen Tagen: Nanu? Wird das lauter? Geht bestimmt wieder vorbei...
Zuhause angekommen das Moped im Stand laufen lassen, Helm abgesetzt, gehorcht und sofort den Moror aus!
Shit, das war´s. Das klingt nun SEHR ungesund.
Öl ablassen, sieht noch normal aus, der übliche Abrieb am Magneten kein Messing oder Glimmer zu sehen.
Kupplungsdeckel runter, alles fest und OK.
Ventildeckel ab, Ventilspiel ist gut.
Dann den Tip vom Jens erinnert, wie man recht Zuverlässig einen Pleuellagerschaden erkennt:
Lima-Stator runter, Zündkerze raus, am Rotor Kurbelwelle rechtsrum auf OT gedreht, dann noch etwas weiter und halten, das die Kurbelwelle nicht zurückdreht. Mit Schraubendreher den Kolben nach unten drücken. Bei einem kaputten Pleuellager kann man den Kolben etwas nach unten drücken ohne das die Kurbelwelle sich weiterdreht.
So wie bei mir :(
Naja, jedenfalls ist der Fehler jetzt gefunden. Ich frage mich nur, warum hat das so ewig lange gedauert? Das hat sich ja über tausende von Kilometern hingezogen. Ich dachte immer, wenn die Kurbelwelle ne Macke kriegt, geht sie schnell hopps.
Und jetzt Ihr: Was würdet Ihr nun empfehlen?
Schlachten und ne BMW kaufen (wurde mir wirklich ernsthaft angetragen, da kann man mal sehen was andere ne Ahnung von nem echten Motorrad haben :D )?
Kurbelwellenreperatursatz? Jens meint, neue Kurbelwellen sind mittlerweile nur unwesentlich teuerer als ne überholung der alten.
Wenn eine neue Kurbelwelle, dann vielleicht etwas mehr Hub? Jetzt waren´s 76mm, was bringt 78mm? Muss dann noch mehr geändert werden oder passt das so?
Tschüss,
Gerd, der nun viel Zeit zum putzen hat...
Hallo,
da haben wir ja beide fast das gleiche Problem.
Lange Zeit Geräusche und dann ist es irgendwann kaputt :-(
Naja wenigstens zum Ende der Saison, so ist es nicht ganz so schlimm, aber teuer bleibt es.....
Mit der Hubraumerweiterung hast du zwei möglichkeiten :
Zum einen eine grössere Bohrung bei gleichem Hub, dann leidet die Drehfreude nicht ganz so stark oder du nimmst "nur" ein anderes Pleul und pumpst sie auf die 625ccm oder mehr auf.
Das problem ist aber wohl dabei das du noch den kurzen Zylinder hast und da kann ich dir nicht sagen ob du das längere Pleul von der 640er nehmen kannst, da die alle einen längeren Zylinder habe.
Längere Pleul bedeutet mehr Drehmoment und das sich die Kurve nach unten im Drehzahlbereich verschiebt.
Gruss
Norbert
Hi Norbert!
mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich ist genau das was ich haben will!
Kurzer Zylinder?? Welche Maße gibt es den? Hab ich noch nie was von gehört oder gelesen.
Da jetzt die Kurbelwelle gemacht werden muss, würde es für mich am sinnvollsten sein, jetzt auch den Hub zu ändern. Kolben ist ja erst letztes Jahr erneuert worden, aufbohren will ich deshalb nicht.
Es gibt Zylinderfußdichtungen in 1mm und 2mm Dicke, um Den höheren Hub auszugleichen. guckst Du hier (http://www.ktmax.de/) .
Inwieweit unterscheiden Sich eigentlich die E-Start Kurbelwellen von den Kickern? (Die 640er E-Start KWs sieht man ja öfter mal bei eBay)
tschüss
gerd
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