Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vordere Bremse
Hallo!
Bei meiner 1er (Bj97) verhält sich die vordere Bremse komisch:
Bei der ersten Betätigung kann Ich den Bremshebel fast ganz durchdrücken, der Widerstand ist weich, die Bremswirkung schlecht (Hab dadurch schon ein paar schwarze Striche mit dem Hinterrad auf die Strasse gezaubert).
Erst bei der dritten Betätigung hintereinander ist ein einigermassen fester Widerstand spürbar.
Wenn die Vorderbremse dann ein paar Minuten nicht betätigt wurde, fängt das ganze wieder von vorne an.
Die Bremsflüssigkeit wurde heuer gewechselt, der Bremsflüssigkeitsstand ist in Ordnung.
Hat jemand von Euch vielleicht schon mal das selbe Problem gehabt?
Ist vielleicht der Bremszylinder zu wechseln?
mfg
Barney
Hallo,
das Zauberwort heisst Luft!
Entweder ist es nicht sauber entlüftet, den Sattel über Nacht mal nach oben über die Handbremspumpe hängen und dann nochmal entlüften oder mit einem Hochdruckentlüfter oder dein System ist undicht!
Weiterfahren? Lebensgefährlich!
Gruss
Norbert
Denke man braucht den Sattel nicht nach oben zu legen. Die Bremsleitung ist so dünn, dass da keine Luftblasen nach obendsteigen können. Einmal vernünftig entlüften und gut is. Wenn das Problem weiterhin besteht, ist vermutlich die Handbremspumpe defekt.
Hallo Norbert!
An das mit der Luft habe Ich auch schon gedacht.
Deshalb habe Ich gestern noch die Bremse entlüftet, es sind mir aber keine Luftbläschen aufgefallen!
Ausserdem, wenn Luft im System wäre, müsste der weiche Widerstand doch bei jeder Betätigung zu spüren sein, nicht nur bei der ersten, oder?
Vielleicht versuch Ich es nochmal mit dem Bremssattel aufhängen, wie Du gesagt hast...
Bremsflüssigkeit verwendet man Dot 5.1 laut Beschreibung.
Nehmt Ihr das auch?
mfg
Barney
Hallo,
nein du spürst nur bei der erste Betätigung die Luft.
Ich habe mir auch mal einen Wolf entlüftet, da hing im Sattel eine kleine Blase fest..... selbst von unten befüllen hatte da nicht viel gebracht
Den Sattel sollt du hoch hängen damit die Blase zum tiefsten Punkt wandert.
Gruss
Norbert
mr_arctic
04.05.2005, 10:13
Original geschrieben von Norbert
Den Sattel sollt du hoch hängen damit die Blase zum tiefsten Punkt wandert.
:-o hä wie jetzt???
....sorry vergiss den Spruch, muss zum höchsten....
Ist schon gut
Gruss
Norbert
mr_arctic
04.05.2005, 10:35
http://www.planet-smilies.de/trinken/trinken_017.gif np..
Ich tendiere nach wie vor zu irgendwelchen poroesen manschetten im Handbremszylinder. Der genaue Aufbau ist mir leider nicht genau bekannt.
Viel Glueck!
Hallo Robo,
das kann auch sein, jedoch hatte ich es auch schon das ich entlüftet habe wie ein wilder und das oben beschriebene nicht weg bekam.....
Erst als ich eine Nacht den Sattel über die Pumpe gehängt hatte und noch einmal entlüftet hatte war ruhe.
hab schon beide Varianten durch, von unten nach oben oder auch von oben nach unten
Ausserdem erstmal die einfache Variante :-)
Gruss
Norbert
Oftmals handelt man sich auch durch falsche Vorgehensweise Probleme ein. Manche gehen her und lassen zum Bremsflüssigkeitswechsel erst mal ihre Anlage leerlaufen, das zieht nach sich, daß man diese auch wíeder mühevoll entlüften muß.
Ich sauge mit einer Spritze gerade mal den Ausgleichsbehälter leer und fülle diesen wieder mit frischer Flüssigkeit auf. Am Sattel befestige ich einen durchsichtigen Schlauch er mit einem deutlichen Bogen nach oben in einem am Bodenstehenden Glas endet. Nun wird die Schraube am Sattel geöffnet und die Brühe einfach duch die Anlage gepumpt. Dabei immer darauf achten, daß der Stand im Behälter nicht zu niedrig wird damit man sich keine Luft ansaugt, also immer wieder nachfüllen. Das mache ich bis unten nur noch neue, sichtbar helle, Bremsflüssigkeit austritt, fertig. Schraube unten wieder schließen, Schlauch abziehen, Ausgleichsbehälter bis Markierung auffüllen, Deckel drauf > ENDE.
Selbst wenn ich nur entlüften muß wende ich die Methode "Druck aufbauen, Hebel halten, Schraube am Sattel auf drehen, Sabber rauslassen, Schraube wieder zu, oben pumpen und Druck aufbauen, Hebel halten, ......"
schon lange nicht mehr an.
Einfach wieder einen durchsichtigen Schlauch wie beschrieben auf die Entlüftungsnippelschraube drauf und diese öffnen, allerdings nur soweit, daß mit etwas (aber wirklich nur ein wenig) Druck die Bühe durch das System pumpen kann. Nun ist die Kraft, die die Flüssigkeit wieder durch den Schlauch (mitsamt enthaltener Luft) zurückziehen würde, beim Bremshebel wieder loslassen, größer als die Kraft die notwendig ist, daß frische Flüssigkeit im Handbremszylinder nachströmt ........
So pumpe ich vielleicht 5min und die Anlage ist entlüftet, selbst wenn sie komplett leer war!!
probierts beim nächsten Mal aus und ihr werden erstaunt sein ....
Gruß Andy :D
hi,
vielleicht hat die scheibe einen kleinen schlag, so dass die kolben beim fahren relativ weit rein gedrückt werden und durch pumpen erst wieder raus gedrückt werden müssen, bis sie bremsen...
einfach mal kieken!?
grüße!
@Alle: Ich glaube auch, dass das Problem von der Bremsscheibe herrührt. Ich hatte mal 'n Bremsscheibenschloß vergessen zu entfernen und bin losgefahren. Dadurch hatte sich die Scheibe verzogen. Danach war die Bremswirkung genau, wie am Anfang berschrieben.
Mein Tip: Maschine aufbocken und Vorderrad durchdrehen lassen. Dabei auf den äußeren Ø der Scheibe achten. Wenn diese nicht ruhig an einer Stelle bleibt, stimmt was nicht. Sieht auch aus, als wenn'se 'ne Acht im Reifen hast.
Dann bringt nur ein Austausch der Scheibe Ruhe in die Bremse.
Grias
chorge
Hallo!
Jetzt habe Ich das Problem gelöst.
Ich habe es so gemacht wie es Norbert und Andy es beschrieben haben, und den Bremssattel über Nacht hängenlassen (etwa Tankhöhe).
Dabei habe Ich einen durchsichtigen Schlauch am Entlüftungsschrauben bis zum Spiegel hoch gezogen und das Bremssystem (wieder mal) entlüftet.
Es sind mir wieder keine Luftblasen aufgefallen.
Dann habe Ich das System mit offenem Entlüftungsschrauben und Schlauch über Nacht liegenlassen.
Gestern habe Ich die Bremsanlage wieder zusammengebaut, und erfreut festgestellt, dass Ich einen festen Druckpunkt habe!
Scheint so, als hätten sich wirklich ein paar Blasen über Nacht verdrückt....
Vielen Dank für Eure Tips!
Was würde Ich nur ohne Euch machen :-)
mfg Barney
Hallo,
na das freut einen doch das wir wieder einmal gemeinsam zum Ziel gekommen sind :-)
Gruss
Norbert
Hallo zusammen,
Wenn ich die Bremsflüssigkeit wechsle - so wie der AndyS das beschrieben hat, dann gehe ich davon aus, daß die alte Pampe aber noch in dem Sattel selber drinnen bleibt. Sie wird sich zwar mit der Zeit vermischen - aber auch das Wasser! Wäre es nicht vielleicht auch sinnvoll, den Bremssattel zu entleeren, damit auch an die Bremskolben neue Flüssigkeit hinkommt? Ich selber praktiziere das schon lange so - beruhigt mein Gemüt.
Gruss Martin
Original geschrieben von maperli
Hallo zusammen,
Wenn ich die Bremsflüssigkeit wechsle - so wie der AndyS das beschrieben hat, dann gehe ich davon aus, daß die alte Pampe aber noch in dem Sattel selber drinnen bleibt. Sie wird sich zwar mit der Zeit vermischen - aber auch das Wasser! Wäre es nicht vielleicht auch sinnvoll, den Bremssattel zu entleeren, damit auch an die Bremskolben neue Flüssigkeit hinkommt? Ich selber praktiziere das schon lange so - beruhigt mein Gemüt.
Gruss Martin
Zunaechst mal ist AndySés Methode genau das, wie man es macht. Ich entluefte Teils durch pumpen. Teild duch Druckaufbau und dann erst oeffnen des Sattels.
Wie auch immer. Wenn sich so schon Luftblasen in dem Sattel bilden koennen, dann koennen die das natuerlich auch wenn man den Sattel leer laufen laesst.
Mir persoenlich waere es lieber ein Schluck alten sabber in dem Ding zu haben statt Luft.
Vielleicht kann man auch versuchen die Kolben in den Sattel zu druecken um so das Volumen im Bremssattel zu reduzueren.
Ich denke das spaetestens nach dem man einmal frische Fluessigkeit duch das System gejagt hat und im Anschluss daran noch einmal einen Ausgleichsbehaelter voll durch schickt, das System Luft, Wasser, Sabber und Sonstwas frei ist.
Hallo Leute!
Tja, die Problematik mit meiner Vorderbremse setzt sich anscheinend fort?
Bei einem Bremsvorgang, der mehrere Sekunden dauert, spüre Ich wie der Druck in der Bremsanlage entweicht. Die Kraft am Hebel wird geringer, und der Hebel gibt mehr und mehr nach, lässt sich also immer weiter durchdrücken. Die Bremswirkung lässt dabei natürlich auch stark nach.
Im Stand hingegen hab Ich immer einen festen, gleichbleibenden Druckpunkt, der nicht nachgeht.
Ich tippe mal auf irgendwelche undichten Manschetten oder so.
Fallen Euch noch andere potentielle Ursachen ein?
Kann man diese Manschetten einfach wechseln, oder muss das ganze Teil am Lenker mit Kolben, Vorratsbehälter etc. getauscht werden?
Hat jemand von Euch sowas schon mal gemacht?
mfg
Barney
kl.Schuh
15.12.2006, 13:26
hi Leute,
ich muss das alte Thema nochmals aufwärmen.
Würde mich interessieren, wie das ausgegangen ist.
Wars "nur" Luft in der Leitung? Oder mehr? Und wie wurde es gelöst?
Mir gehts seit dieser Woche nämlich genauso. Und langsam hab ich ein sehr mulmiges Gefühl beim Fahren (werds ab morgen auch sein lassen, bis der Defekt behoben ist).
bitte dringend um Info!!!
lg
Thomas
wurschti
15.12.2006, 21:20
@kl.Schuh
Problem von Barney ist noch nicht gelöst
@Barney
Kann man diese Manschetten einfach wechseln, oder muss das ganze Teil am Lenker mit Kolben, Vorratsbehälter etc. getauscht werden?
Für den Handbremszylinder gab´s mal ´nen Rep-Satz.
Falls hier der Fehler liegt.
Bremsscheiben sollten i.R. immer minimal Schlag haben um die Bremsbeläge(Kolben) wieder etwas zurückzudrücken.
Ansonsten hat man (was immer wieder auftritt, aber auch andere Ursachen haben kann) schleifende Bremsklötze
Wenn der Schlag zu groß ist. Ist der Weg zum Druckpunkt länger, bzw. irgendwann kann man sogar ein Pulsieren spüren, sobald der Schwimmsattel nicht mehr die Bewegungen aufnehmen kann.
Ich mach den Wechsel ähnlich wie Andy beschrieben hat und wenn man das 1-2 mal jährlich macht hat man i.R. keine mit Feuchtigkeit versetze Bremsflüssigkeit. Und das nervige Entlüften der letzten Blase entfällt vollkommen.
Ich benutze DOT4, wobei DOT5.1 von KTM empfohlen wird.
Einige Teile meiner HP sind noch online
HP (http://home.vrweb.de/~hartmut.koehler/tipps/bremse/)
natürlich geht´s ähnlich in eingebautem Zustand.
Vieleicht hilfts den ein oder anderen.
@Barney
Würde Dir alternativ Keule empfehlen (eingebauter Zustand)
-Bremsdruck durch mehrmaliges pumpen aufbauen
-Bremshebel gezogen halten und mit Kabelbinder den Bremshebel fixiern
-über nacht stehenlassen
-mit Schraubenzieher auf den Nehmer/Geber/Schlauch klopfen und den Bremsschlauch dabei möglichst flach halten
(das der Nehmer den höchsten Punkt darstellt)
-am Nehmer:Schlauch auf die Entlüftungsschraube und ganz leicht öffnen und wieder schließen
-Kabelbinder entfernen und normale Entlüftungsprozedur noch 1-2 versuchen
wenn´s nicht funtzt : musst Du halt doch nochmal alles abbauen und dann wie in der HP beschrieben vorgehen
(Nehmer bitte nicht ganz leeren, sonst haste wieder unnötig viel Luft drinn)
wurschti
15.12.2006, 21:21
(das der Nehmer den höchsten Punkt darstellt)
(das der Geber den höchsten Punkt darstellt) ;)
wenn ich die bremsflüssigkeit wechsle, dann drücke ich zuerst immer die kolben ganz zurück, nur so kann man sicherstellen, daß nur eine minimalmenge an "gebrauchter drinnen bleibt.
Und das ist sehr viel was sich da hinten ansammelt.
Bremsscheiben sollten i.R. immer minimal Schlag haben um die Bremsbeläge(Kolben) wieder etwas zurückzudrücken.
sorry, aber das ist völliger Unsinn!!
Die Kolben werden im Sattel durch Dichtungen gehalten, diese verformen sich leicht beim betätigen der Bremse und ziehen, beim loslassen der Bremse, den Kolben wieder zurück, dann wenn sie ihre leichte Verformung wieder zurückbildet. Kanns leider nicht besser beschreiben aber so ist das, beim Motorrad wie beim Auto!!
Andy
wurschti
17.12.2006, 22:45
Die Kolben werden im Sattel durch Dichtungen gehalten, diese verformen sich leicht beim betätigen der Bremse und ziehen, beim loslassen der Bremse, den Kolben wieder zurück,
zusätzlich unterstützt durch die Sogwirkung der zurückstömenten Bremsflüssigkeit in den Ausgleichsbehälter.
Zulieferer für einen der größten deutschen Bremsscheibenherstellers gab´mir nach ner Reklamation
die Info, daß Bremsscheiben nicht 100% plan sind und das
dies sinnvoll ist. Aber,
Sobald Schlag sichtbar ist ;(
Original geschrieben von AndyS
sorry, aber das ist völliger Unsinn!!
So weit hergeholt kann es nicht sein, denn ich habe es ebenso, so gelernt. Ich kenne Bremssaettel bei denen sich der Kolben wirklich auch nicht nur einen hauch weit von alleine zurueck bewegt.
Was nun richtig ist, vermag ich nicht zu beurteilen.
also ich habe es in meiner ausbildung auch so gelernt mit der gummimanschette die den kolben zurückzieht! das ist allerdings sehr begrenz so, und von auge nur kaum bis gar nicht sichtbar! reicht auch sonst wäre der pedal-/ hebelweg viel zu lang!
das mit dem schlag trägt sicher auch etwas dazu bei, aber wohl eher als nebeneffekt, denn eine neue scheibe hat theoretisch null schlag! klar gibt es aber fertigungstoleranzen...
ach ja und der vom hersteller vorgeschriebene maximale seitenschlag den ich von meinem auto grade auswendig weiss ist 0.5mm.
von auge sollte das nicht sichtbar sein!
Hallo,
ich denke mal ihr werft gerade "plan" und "schlag" durcheinander.
Nicht ganz plan bedeutet das die Fläche nicht geradeabgezogen wurde, was bei gewissen bremsen sinn macht, auch das sie sich einlaufen.
Schlag bedeutet das die Scheibe nicht mehr gerade ist.
Lässt sich teilweise durch planen ausgleichen, aber krum ist krumm
Gruss
Norbert
wurschti
22.12.2006, 22:59
ich denke mal ihr werft gerade "plan" und "schlag" durcheinander.
langsam klärt sich das Kuddelmuddel :-)
Aber was ist aus der Bremse vom Barney geworden
Beitrag war ja schon vom 06.06.2005 - 11:05 :-) :-) :-)
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