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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kennst du das Gefühl ?


Norbert
20.06.2007, 08:21
du wachst mitten in der Nacht auf und dir ist kalt, nicht nur so ein bisschen, nein so richtig schweine kalt!
Du suchst nach der Decke aber sie ist nicht da, zum suchen bist du viel zu müde und das Bewegen fällt dir schwer, so denkst du dir das du einfach nur wieder schlafen willst und ignorierst die Kälte.
Kaum das du wieder eingeschlafen bist gehen dir Bilder durch den kopf, die du beim suchen anch der Dekce gesehen haben willst.
Du bist in einem großen Raum und alles war recht weiß, keine Bilder and er Wand aber Schränke, halb hohe geschlossene und ganz hohe mit Glastüren. Viele Menschen standen um dich herum und du denkst das dich bestimmt einer festgehalten hat, deswegen konntest du dich nicht bewegen.
Was wollen diese Menschen an deinem Bett ? Warum sind die da ? Ein ungutes Gefühl beschleicht dich in deinem Träumen und dir ist immer noch kalt.
Viel zu kalt um auch nur ein Auge zu zumachen, also werden die Augen geöffnet.
Bin ich nun wach oder schlafe ich immer noch ? ist das ein Traum ?
Die Menschlinge die in meinen Träumen erschienen sind, sind immer noch da. Der Raum ist kalt und zwischen dem ganzen Stimmengewirr fühle ich etwas kaltes an meinem Rücken. Nichts o ein bisschen kühl, nein es ist Kalt so richtig kalt, da s man bald das Gefühl hat zu erfrieren.
Wie kommt das ? Es scheint doch die Sonne draußen, das kann ich durch das Fenster sehen und so langsam verzieht sich der Nebel vor meinen Augen und die Sicht wird klarer. Es ist kein Traum, es ist real. Aber wo bin ich ?
Ein beißender Geruch von irgendwas setzt sich in meiner Nase fest. Den Geruch kenne ich aber er passt nicht zu meinen Erinnerungen.
Ein Gesicht beugt sich über mich, es wird immer größer je näher es kommt und spricht irgendwelche wirren Worte die ich nicht verstehe. Ich schaue in den Raum, ein Raumschiff, jetzt habe ich es! Ausserirdische habe mich entführt und führen nun ganze Versuchsreihen mit mir durch.
Bewegen ? was soll ich bewegen? Dieses Wort vernehme ich, aber ich kann es nicht einordnen.
Was wollen die ? Was mache ich hier?
So langsam werden die Gedanken klarer, ich bin heute schon einmal aufgestanden, ganz früh, ha gemütlich gefrühstückt, aber ich kann mich nicht erinnern das ich mich wieder hingelegt habe, warum wache ich zum zweiten Mal an diesem Tage auf ?
Ein bekanntes Gesicht kommt näher, ich kenne es aber der Name fällt mir nicht ein, doch die Erinnerung kommt wieder zurück. Ich bin aufgestanden und habe nach dem Frühstück meinen Lederkombi angezogen und bin auf die Duke gestiegen. Ein paar Stunden Später war ich mit ein paar anderen Wahnsinnigen und ein paar SuperMotos mehr in Blankenburg angekommen und haben noch weitere getroffen und dann ging es auf die Ausfahrt.
Wunderbare Kurven lagen vor uns, die kannte ich noch vom Vormittag als wir zum Treffpunkt gefahren sind, also an der Gruppe vorbei und in die Kurven rein.
Etwas folgt mir, ich bin nicht alleine, kurz ungedreht und da sehe ich sie, die grüne Duke 2, Kawa sitzt auf ihr, ich winke ihn vorbei da ich kein rennen will und er schneller zu sein scheint, dann ist Ende, mehr bekomme ich von diesem Tag nicht mehr zusammen.
Und jetzt? wo bin ich ? Warum ist mir immer noch kalt? Warum bekomme ich keine Decke?
Jemand erzählt mir das ich einen Unfall hatte und man noch nicht wüsste was alles kaputt ist.
Unfall ? Ich ? Neeeee, das glaube ich nicht, doch es passt zusammen, meine Beine kann ich kaum fühlen und meine Füße kann ich nicht bewegen. Diese komischen Erdlinge sehen aus als wenn es Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte sind. Der Rau ist so weiß und steril und dieser Geruch? Ja es ist der Geruch den man wahrnimmt wenn man in die Notaufnahme kommt.
Ich will mich aufsetzen und darf es nicht. Will runter von der Schlachtplatte, will wieder raus ins Leben, will die Sonne auf meiner Haut fühlen, den Wind der mir um die Nase weht, das Visier ein bisschen öffnen damit die Wärme besser zu ertragen ist. Aber ich darf nichts machen, ich muss da liegen und die Decke anstarren.
Sie ist weiss, einfach nur gestrichen, ein bsichen uneben aber nicht mit Raufaser tapeziert, sie ist langweilig und mir fallen die Augen wieder zu. Nach unendlicher langer Zeit, so ist es mir vorgekommen, mache ich die Augen wieder auf, man stellt mir Fragen die ich kaum versteh, viel zu viele auf einmal, das Hirn will noch nicht so ganz mitspielen, Krankenkasse? ich versuche mich zu erinnern in welcher Krankenkasse ich bin, aber es fällt mir nicht ein, nur das ich privat Patient bin.
Momente im Leben in denen ich mal keinen Spruch auf Lager habe, in dem ich nicht erzählen mag in dem ich versuche selber heraus zu finden was alles kaputt ist.
Wenn doch wenigstens etwas wehtun würde, dann wüsste man was kaputt ist, aber es tut nichts weh, es ist nur alles kalt. Ich will ein Rauchen, aber zum einen kann mir keiner sagen wo mein Tabak ist und zum anderen wollen diese weißen Erdlinge mir keinen Aschenbecher geben. Vor die Tür darf ich auch nicht.

Nachdem man mir gesagt hatte das meine Knie es nicht so ganz überstanden haben fingen die Formalitäten an, ich musste meine Eltern anrufen, hat das schon wer gemacht ? Hier bleiben ? Was faselt der Arzt da ? Ich hier im Krankenhaus? "Quatsch, gib mir meine Klamotten ich gehe nach Hause."
Gehen ? Ach ne das geht ja nicht, der Arzt schaut mich an als wüsste er nicht was er darauf sagen soll. Als wüsste er nicht ob ich schon realisiert habe was los ist oder nicht.
Die Buchung eines neuen Zimmerns in der Nähe von mir zu Hause ging dann recht schnell und mein Großraum-Taxi stand dann auch schon abfahrt bereit und die beiden Taxifahrer machten einen netten Eindruck.
"Hallo Muttern?", "Ja ich bin?s, bin gerade in Blankenburg im Krankenhaus und werde nun nach Braunschweig gefahren" Wie wann ? "Ja schätze so in 1,5h bin ich da. Mach dir keinen Sorgen mir geht es gut" "Kawa ist mit meinem Motorrad unterwegs und bringt es zu euch, ist also alle geregelt"

Selten so gelogen! Mir ging es beschissen, wusste nicht was mit mir los ist und was kommen wird. Aber gleich kann ich rauchen.
Im Krankenwagen noch meiner kleinen Schwester eine SMS geschickt "Hallo Lieschen, hatte einen Unfall, aber mir geht es gut! Mach dir keinen Gedanken :-*"
Wie man mir nachher erzählte wusste sich von nichts, un lief zu meinen Eltern und fragte unter Tränen was mit ihren Nobbi ist ? Sie ist die einzige die mich so nennen darf, alle anderen machen es nur.

Aus dem Rauchen wurde dann nichts, da ich in dem Krankenwagen nicht rauchen durfte, so dachte ich.....

In Braunschweig angekommen, führte mich der Weg über die Notaufnahme direkt in den Aufwachraum und dann auf mein Zimmer.
Ein Frisch bezogenes Bett wartete auf mich, wenn das nur nicht so hart wäre. Können die keinen Weichspüler verwenden ?
Da lang ich nun. Die kahlen Wände, die Weiße Decke an die ich starrte und darauf hoffte das irgendwas passieren wird. Das irgendwer vorbei kommt. Das man mit mir spricht.
Aber stattdessen lag ich da und konnte nichts machen, einfach nur liegen und versuchen meine Beine ruhig zu halten.
Ab und an kam eine Schwester vorbei und schaute nach mir.
dann kam ein Arzt und untersuchte mich noch einmal, Montag sollte das linke Knie operiert werden.
Man machte mir Mut, das es sich um einen "kleinen" Eingriff handelt und ich auch gleich als erste dran war.

Dann wurde es wieder ruhig in dem Zimmer, nach einer endlosen Zeit öffnete sich die Tür und bekannte Gesichter erschienen, meine Eltern sind gekommen.
Endlich wieder ein Stück näher an zu Hause.
nach einer weile öffnete sich wieder die Tür und ein ganz besonderer Erdling stand in der Tür! Frank Kuster, ein ganz besonderer Freund mich dem ich viel mit dem Motorrad unterwegs war und ganz besondere Stunden auf dem Motorrad erlebt habe. Leider weilt er nicht mehr unter uns, denn er verlor zwei Jahre später sein Leben an der Leitplanke, an der ich meine gesunden Knie gelassen habe.

Fortsetzung folgt?..



wer sich belästig fühlt soll es nicht lesen, aber ich muss es irgendwie mal aufschreiben

Gruss

Norbert

nicky
20.06.2007, 08:58
Kenn ich irgend wo her. Bei mir wars aber mit dem Auto....

LG Nicky

ADI
20.06.2007, 09:40
Servus,

@Norbert

Ich finds in ordnung dass du des geschrieben hast.
Zeigt erstmal dass sowas nicht an einem einfach so vorbeigeht und hält uns auch vor Augen, wie schnell das gehen kann.

Gruß

ADI

spider
20.06.2007, 12:37
hi

gott sei dank kenn ich das gefühl nicht
das ist mein albtraum!!!!!!
aber wenns pasieren soll ists nicht aufzuhalten.
ich find den beitrag trotzdem gut its real life

gruß harald

Norbert
20.06.2007, 13:40
Feindbilder werden entwickelt als Überlebensstartegie!


Am Montag war es soweit, der Koller stand fast bevor, denn was kann man machen wenn man den ganzen Tag nur liegen muss und das bei vollem Bewusstsein ?
Man könnte darüber nachdenken was nach dem ganzen kommt ?
Ob man wieder gehen kann oder nicht, man kann darüber nachdenken wie es passiert ist, aber bekommt bis heute den Hergang nicht zusammen.
Es gibt keinen der etwas gesehen hat, der eine war zu weit vorne, die anderen 3 Kurven zurück.
Also entwickelt man Feindbilder und wie man sie bekämpfen kann.
Schließlich war ich ja beim Bund und das muss sich doch irgendwie einsetzen lassen.
An meine Sprüche hatten sich die Schwestern schon gewöhnt und konterten entsprechend, somit war der 1. Weg frei!
Man konnte sie beobachten und die Schwachstellen ausmachen.
Morgens ging es schon damit los das die erste zu einer Zeit ins Zimmer gekommen ist und die Gardinen aufzog, da würde ich im leben noch nicht ans Aufstehen denken. Da ich mir fast die ganze Nacht auch mit irgendwelchem Schrott im Fernsehen vertrieben habe, waren die grauen Zellen auch noch nicht wirklich soweit hochgefahren das man etwas dagegen unternehmen könnte. Ich kam mir fast vor wie bei Werner im Film ?auuuuuuuuuufsteeeeeeheeeen!!?
Da hier die Strategie fehlgeschlagen ist musste ich auf das nächste Opfer warten.
Es kam!
?Wie sie liegen noch im Bett ?? Waren ihre Worte als sie in das Zimmer schaut, ?na klar sagte ich, ich habe noch nicht die Muße gefunden heute morgen durch den Park zujoggen wie ich es immer mache und daher wollte ich auch noch nicht aufstehen.?
Sie darauf nur das ich jetzt ins Bad gehen sollte!
Ich dachte ich brech ab! Ws ist denn hier los ? ?Ja sicher!? sagen ich, ?kein Problem!? bringen sie schnell ein paar Knie vorbei und ich stehe auf
Da wusste sie was sie gesagt hat, es viel ihr wie Schuppen aus den Augen und sie entschuldigte sich 1000male, was ihr auch nichts half, in dem Moment hätte gar nichts geholfen als Entschuldigung !
Das erste Opfer war also gefunden an dem ich meinen Frust, meine Enttäuschung und meine Angst auslassen konnte, auch wenn sie eigentlich ganz nett war, das musste jetzt zur Seite geschoben werden. Sie ist die auserwählte!

Nachdem Waschen kam dann der Zivi und will mich rasieren. Rasieren ? Was hat der denn vor ??? Man sollte mal sein Hirn einschalten und kommt dann ganz alleine drauf das er da Bein rasieren will. Denn heute ist ja der große Tag für das linke Knie.
Auf dem Weg zum OP konnte ich noch ein paar faxen mit dem Zivi machen, bevor es dann als es in den OP Bereich ging mir doch etwas mulmig wurde und auch die Sprüche ausgingen.
Der Zivi meinte noch ich soll nicht so arg böse zur Schwester sein, sie wäre eine ganz liebe.
Verräter! Was bist du denn für einer ? Wirst ihr wohl auch noch meinen Plan verraten?
So werden aus verbündeten Feinde, aber Stop! Den kann ich bestimmt noch brauchen, also ihn bloß nicht verärgern. Die Schwestern werden ja alle paar Stunden ersetzt.

Nach 8h OP wurde ich in den Aufwachraum gebracht, wo ich kurz die Augen öffnete um sie auch gleich wieder zu schließen . An den Raum habe ich nur in Erinnerung das es kahle weiße Wände waren.
Irgendwann wurde ich dann langsam wachen und war wieder in meinem Zimmer. Das Knie steckte in einer speziellen Orthese das mein Knie in der richtigen Lage hält.
Die Schmerzen waren nicht allzugross und somit konnte ich fast die gesamte Nacht durchschlafen.
Dienstag morgen, es ertönt schon wieder dieses ?Guten Morgen, aufstehen?, wach genug fragt ich die Schwester was mein Prof dazu sagt wenn ich mit einem frisch operierten und einen noch defekten Knie aufstehe ?
Sie schaute mich verdutzt an und stellte dann fest da man doch ab und an mal über die Sätze die man seit Jahren morgens sagt nachdenken sollte.
1:0 für mich! Mal sehen wie lange es anhält.

Mein Prof kam dann irgendwann im laufe des Vormittags vorbei und erzählte irgendwelches wirres Zeug wo ich mich fragte ob er irgendwas zu sich genommen und mir nichts abgegeben hat? Ich lies mir dann noch mal alles so erklären das ich es auch verstand und es sah wohl gut aus für das linke Knie und da es wohl das schlimmere sei, wird die OP am Freitag ein ?Spaziergang?
Dazu kam noch ein Lichtblick! Ich sollte am Mittwoch einen Rollstuhl bekommen!
Ich tanzte vor Freude! Endlich wieder etwas mobil! Endlich wieder alleine raus vor die Tür zum rauchen und in die Sonne und an die Luft.

Der Mittwoch kam, ich wartete Sehnsüchtig auf den Mann vom Sanitätshaus und er kam!
Wo ist er ? Wie sieht er aus ? Nein nicht der Kerl der Rollstuhl!
Er hat keinen dabei , es währe zu kurzfristig gewesen, er kann ihn erst morgen mitbringen.
Ich bringe ihn um! Ich werde ihn vierteilen! Vergesst die Schwester als mein persönlichen feind, das ist er! Der persönliche Teufel! Der der die Kranken nur verarscht weil sie sich nicht wehren können, das hat der mit Absicht gemacht!
Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte fristete ich so mein da sein in meinem bett, schaute in irgendwelche Bücher, ins Internet oder in die Glotze und wartete auf die Dinge die da kommen werden.
Der Donnerstag verging und es kam kein Rollstuhl, ich bringe ihn um! Werde ihn den Löwen zum Fraß vor werfen und dieses wird alles nichts nutzen, denn dadurch wird der Rollstuhl auch nicht schneller kommen.
Freitag war mir dann alles egal!
Es stand die nächste OP an! Denn das rechte Knie musste ja auch noch mit geschickten Kunstgriffen gerichtet werden.
Pünktlichst ging es am Freitag los und diesmal habe ich auch mitbekommen wie es im OP aussieht und wie sie mich an das Datarecording angeschlossen haben.
Als ich wieder erwachte war der Tag gelaufen, naja was hätte ich denn auch machen wollen ?
Freitags hat ja auch keiner Zeit zum fahren, so kann man den Tag auch im künstlichen schlaf verbringen. Aber wieso ist es schon Abend ? Was ist geschehen ? Raum und Zeitverschiebung ? Die Narkose zu hoch dosiert ?
Nein wie ich erfahren musste hat mein Prof sich tatsächlich 10h mit meinem rechten knie aufgehalten und wie er sagte ?nachdem er reingeschaut hat, wäre er am liebsten ein Bier trinken gegangen? Also nichts mit der Theorie das linke ist das schlimmere!
Mit einer Schmerzmittelpumpe im Arm versuchte ich dann die Nacht rumzubekommen und viele Kühleakkus um irgendwie diese Schmerzen los zuwerden.



Gruss

Norbert

SMdel
20.06.2007, 16:34
Danke Norbert für diesen Beitrag!
Ist megawichtig dieses Thema und Probleme/Gedanken egal welcher Art, mal aufzuschreiben, kann helfen diese für sich zu verarbeiten!

ADI
20.06.2007, 19:04
Servus,

@Norbert

Ich habs entweder überlesen oder es steht nicht da, was war denn jetzt genau?
Beide Knie gesplittert oder wie?
Hört sich auf jeden fall vom Grundding nicht lustig an!

Gruß

ADI

Norbert
20.06.2007, 19:26
@Adi

was die Knie genau haben, habe ich noch gar nicht gechrieben. Der Bericht ist2,5 Seiten lang.

Ganz kurz könnte man es so sagen, alles an weichteilen in beiden Knie abgerissen.

Gruss

Norbert

spider
20.06.2007, 19:34
@norbert

dein bericht liest sich spannend wie ein krimi
(soll ein kompliment sein)
hast du ne schriftstellerische ader oder so?
du solltest mal ein buch schreiben!!!!!
dein bericht ist toll und ansprechend geschrieben
das thema ist zwar ernst aber geschrieben ist es wirklich super.
freu mich schon auf die fortsetzung.

gruß harald

KAi
20.06.2007, 22:06
*schluck*

für diesen Beitrag

lu CYnger
20.06.2007, 23:32
yo, absoluter Klasse-Beitrag !! [daumen]

darüber sollten so spinner wie meinereiner, die sich ohne KV übern bau und durch sonstwas alles bewegen, ruhig mal gedanken machen .... grübel

aber bitte NICHT während dem angasen, sonst liegste schneller im weißen zimmer alsde kieken kannst [obacht]

... da bin ich ja neugierig auf die fortsetzung
greetz

Climax
21.06.2007, 14:58
Hatte jetzt auch die Muse mir den Text in Ruhe zu geben.
Nein das Gefühl kenne ich nicht!
Und erlich gesagt bin ich auch nicht scharf es kennen zu lernen.
Hatte in meinem Leben noch keinen Black Out, selbst nach dem schlimmsten Besäufniss wusste ich immer wer eigentlich schuld war das mir die Birne platzt.

Der Beitrag trägt zwar nicht gerade zur allgemeinen Belustigung bei, weil eher negativ mit Gänsehaut Effekt.

Aber wir sind ja in einem Moped Forum und Moped fahren ist schon etwas Verletzungsgefährdeter als
extrem Couching.

Das Norbert mit dem Beitrag alle Leser sensibilisiert, kann man nur Gutheisen.
Moped fahren Ja, ab und an richtig angasen auch Ja!

Aber wenn in der Bruchteil einer Sekunde in der ich mich entscheiden muss, Norberts Erlebnisse einfallen, entscheide ich mich lieber für das zurückstecken und eben nicht stehen lassen und denken, den hätte ich aber noch gekriegt vor der scharfen rechts.

Die Message die ich durch Norberts Beitrag erhalten habe ist bei mir wie folgt angekommen:

"Cool bleiben, die nächste Kurve kommt bestimmt!"

Ernstes Thema aber sehr wichtig, wenn immer das Hirn mitfährt und man nicht versucht über sein eigenes Limit zu gehen, hat man schon die halbe Miete eben nicht in den Genuß von solchen Gefühlen zu kommen.

Norbert
21.06.2007, 19:54
Hallo,

der Beitrag soll euch nicht die Lust am Mopped fahren vermiesen! Er soll nur etwas zum denken anregen.
Es ist das was ich erlebt habe und seit dem habe ich auf der Strasse eine menge "Sekunden" verloren, denn der Fil läuft immer wieder ab wenn man fährt.
Dieses erlebnis und der Tot von Frank sind die Gründe warum ich immer mehr auf die Rennstrecke gegangen bin und gehe. Dort ist es zwar schneller, aber ungefährlicher.

Wie Climax schreibt, lasst euch durch den Kopf gehen wenn die Frage kommt "Stehen lassen oder nicht ?"
Lasst nicht stehen!

Ein Jahr hat das ganze übrigens gedauert und ich habe heute noch was von!

Gruss

Norbert

PS fortsetzung wird folgen

KAi
21.06.2007, 19:59
schade das sowas passieren musste.

Norbert
21.06.2007, 20:33
@Kai

du weisst doch der Mensch denkt und der Herr da oben lenkt!

Der Vorteil an dem ganzen ist das ich mittlerweile bewusster lebe und Sandra kennen und lieben gelernt habe!

Also alles hat zwei seiten

Gruss

Norbert

KAi
21.06.2007, 20:56
gut wenn man aus solch einer situation was positives mitnimmt.

find ich klasse :freu

ADI
21.06.2007, 20:58
Servus,

mich hats grad geschmissen, der Beitrag kommt morgen oder so.

Gruß

ADI

Sülle
21.06.2007, 21:06
Original geschrieben von ADI

Servus,

mich hats grad geschmissen, der Beitrag kommt morgen oder so.

Gruß

ADI

...hoffentlich nichts schlimmers... :! :! :!

SiMo
21.06.2007, 21:29
Hallo,

ich weiß ich endlich wie es gewesen ist...wie du dich gefühlt hast! Ich wollte dich immer nicht fragen was genau passiert ist. Damit hab ich schlechte Erfahrungen gemacht wenn man ins Detail geht und es wurde mir sehr unangenehm das ich nachgefragt habe...man kann es einfach keinem wünschen!

Es ist keine Frage ob, sondern wann man sich auf die Schnauze legt...und was dabei noch so alles im Weg ist, in der "Auslaufzone"...bei mir warens Schilder, bei anderen ist es eine stabile Leitplanke[liege]

Ich glaube so aufzuwachen ist verdammt schlimm...allerdings besser als niemehr aufzuwachen! Und den Spaß hast du am Motorradfahren nicht verloren...aber das scheiß Gefühl fährt immer mit!

Wie @ADI, was war da los? Schlimm? Sag wenigstens ob dir gut geht...


MfG Simon

ADI
21.06.2007, 21:35
Servus,

mir gehts gut, bis jetzt, ich schätz des kommt morgen.
beitrag is drin.

Gruß

ADI

Norbert
22.06.2007, 08:31
@Simon

du kannst das ruhig fragen, da gehe ich ganz offen mit um!
Nur es gibt meistens eine Sachverhaltsdarstellung und nicht das was ich dabei noch alles gefühlt und empfunden habe.

Gruss

Norbert

Norbert
22.08.2007, 13:07
will euch das Ende nicht vorenthalten


http://www.dukecity.de/misc/uploads/forum/17_Norbert_rolli.JPG



Schmerzen los werden, das ist das Ziel.
Aber wie soll man es nur machen? Wenn man sich nicht bewegen darf ?
Das linke Bein in einer wunderschönen weißen Orthese die blau abgesetzt ist und mit roten Bändern zusammen gehalten wird. Das rechte Bein in eine Schiene liegt die einem zwar etwas Bewegungsfreiheit gibt, aber man die Beine nicht bewegen darf.
Die Schmerzmittelpumpe sang ihr Lied, aber geholfen hat es kaum. Die Schwester habe ich nach dem ich meinen neuen Feind gefunden habe, die ganze Nacht auf Trapp gehalten und Kühlkissen geordert bis mein Knie fast blau vor Kälte war.
Doch die Tage zählten Rückwärts, gefühlte unendliche Tage lag ich schon in diesem Zimmer und starrte an die Decke oder die Glotze und jeden Morgen den ich erwachte hoffte ich das endlich mein Rollstuhl kommt.
Doch er kam nicht und somit war ich auf meine Familie und meine Freunde angewiesen, die mich vor die Tür fahren, damit ich meine Zigarette rauchen kann.
Gibt es eigentlich eine Schmerzkompensation?
Ich verprügele diesen Kerl einfach bis er mir einen Rollstuhl schnitzt oder mit bringt und bin dann meine Schmerzen los? Die Gedanken verschwanden just in dem Moment wo ich mir vorstellte das ich aufstehen müsste um ihn zu verprügeln. Frustrierend so eine Situation.
Doch der Tag kam und für mich war es wie ein Lotto gewinn, für die anderen wohl weniger, denn nun konnte ich nicht nur den Schwestern und Pflegern auf den Geist gehen in dem ich klingelte, sondern nun war das ganze Krankenhaus dran!

Jeder bekam sein Fett weg, wer mir im weg stand wurde angemacht und auf Sprüche gab es die passenden Antworten.

?Wollen Sie vorgehen?? - ?Klar kein Problem, bringen sie mir dann den Rollstuhl hinter her ??
?Gehen sie mal ein Stück zur Seite ?? - ?Tüllich aber was bringt ihnen das ? der Rollstuhl steht dann immer noch im Weg!?

Man merkt erst wenn man in so einem schönen Rollstuhl sitzt, wie viele Floskeln die Menschen doch benutzen im Umgang mit anderen.
Das ganze Krankenhaus kannte mich recht schnell, denn zum einen war ich in dem Rollstuhl nicht wirklich zu übersehen, die Orthesen leuchteten einfach zu sehr, es waren ja nun auch beide Beine in denen verstaut und zum anderen war ich bissig und überspielte die ganze Situation für mich einem schwarzen Humor der für andere bestimmt schwer zu deuten war und auf das sie kaum eine Antwort wussten in den ersten Tagen.


Als der Tag des Abschiedes kam, waren die Schwestern und Pfleger bestimmt ganz schön erleichtert!
Die kommende Nacht konnte ich dann bei meinen Eltern auf dem Sofa verbringen, doch bevor ich noch ins Haus ging, musste ich in die Garage. Ich musste sehen ob es stimmt was mir alle erzählten. Das die KTM gar nicht soviel abbekommen hat.
Da stand ich nun in meinem Rollstuhl gefesselt vor ihr und man konnte es ihr ansehen das nicht alles in Ordnung war, doch es war wirklich nicht so schlimm.

Die Nacht auf dem Sofa war zwar keine Nacht in einem Bett eines 5 Sterne Hotels aber doch schon mal eine Abwechslung zum Krankenhaus Bett.
Nachdem am nächsten Morgen noch einmal gemütlich gefrühstückt wurde, ging es dann los in die Reha, das nächste Drama nahm Anlauf



Thiede? Norbert ?
Ja das sagte ich zum dritten male, nein da haben wir nichts vorliegen!
Ein toller Einstieg. Erst als ich meine Einladung, die persönlich an mich gerichtet war vorzeigte, da konnte man sich an mich erinnern und das es da dann doch eine Reservierung gibt.

Im 1. Stock ganz hinten links bitte. Naja so trabten wir ab und suchten das Zimmer, welches auchr ehct schnell gefunden war, doch was ist das ? Da ist noch wer drin, wie kommt das ? Ach sie packen ? das ist aber schön.
Aber was ist das denn für ein Zimmer ?
Der Eingang so breit wie der Rollstuhl, nur eine Dusche und die hat noch einen hohen Rand. Naja nicht so schlimm, komme als Rollstuhlfahrer sowieso nicht über die stufe ins Bad.
Der Platzt zwischen Bett und Wand so eng das ich mich mit dem Rollstuhl nicht umdrehen kann.
Ein Ostfriesisches Klo also, rückwärts rein damit man vorwärts wieder raus kommt.

Also wieder nach unten. ?Ja das tut uns Leid aber uns sagte keiner das sie im Rollstuhl sitzen? als ich dann fragte ob sie denn meinen Bericht gelesen haben, sagte sie voller Stolz natürlich habe ich das, schön sage ich, dann haben sie also nur die Worte nicht verstanden die da drin stehen. Soll ich ihnen es erklären ?
Mit oder ohne Verbindungs Worte die Erklärung ?

Man bemühte sich ein Zimmer frei zu machen und es gelang auch.

In der Zwischenzeit war auch Mittag angesagt. Na dann wollen wir doch mal was essen! Also ab in den Speisesaal, klasse ich ziehe den Altersdurchnitt stark nach unten, von geschätzten 73 fällt er bestimmt auf 65 nur durch meine Anwesendheit.

Die Küchenfee kam auch gleich auf mich zu und begrüsste mich mit den Worten ?herr Thiede? Sie sitzen ja im Rollstuhl?!?

Achneee das täuscht, das sind die neuen Beinprothesen die es ermöglichen die Schuhe länger zu tragen das sie nicht mehr so oft benutzt werden.

Na dann kommen sie mal mit, ich zeige ihnen ihren Platz.

Also locker hinter her gerollt, sie nahm den Stuhl vom Tisch und zeigte mir meinen Platz.
Äääääääääh, soll ich dem gegenüber meine Beine auf den Schoss legen ?
Wieso? Na wie sie sehen sind die Beine ausgestreckt??.

Ach dann machen sie die Beine einfach runter und dann passt das schon??..

Ich dachte ich habe mich verhört !? Schaue sie etwas ungläubig an und reisse die Beine meiner ScniFi hose auf und frage sie wie sie die Beine denn in orthesen verpackt abwinkeln will und ob sie meint ich fahre nur so aus just for Fun mit ausgestreckten beinen durch die Gegend ?
Damit ahtte sie nicht wirklich gerechnet und fing doch etwas hektisch an einen neuen Platz zu suchen.
Im laufe der Zeit merkten sie auch das ihr Buffet nicht wirklich Rollstuhl gerecht ausgerichtet ist, denn man kommt an nichts dran und somit bekam ich zu jeder Mahlzeit eine Helferin, der ich nur diktieren brauchte was ich haben möchte und sie brachte es mir auch an den Tisch.
Wenn die nun noch in meinem Alter gewesen währe, dann hätte das ja noch was gehabt, selbst jünger als ich hätte einen ganz besonderen Charme gehabt, aber sorry, kurz vor der Rente?? arbeite für mich und lass mich in Ruhe!

Die Behandlungen in der Reha waren der Hammer. Ich tat nicht viel mehr als zu warten das meine knie heilen und bekam alle zwei tage Rücknmassagen. Helfen ungemein bei Knie problemen! Kann ich euch nur empfehlen! Solltet ihr eurem Arzt mal vorschlagen

Nachdem es mal wieder ein großes Theater gab, was die dort mit mir vorhaben und ich damit drohte das Haus zu verlassen, was meine Krankenkasse auch schon abgenickt hatte, haben die sich dann doch entschlossen so langsam mal eine Therapie zu beginnen die auch meinen Beinen und Knien etwas nutzt ging es auch langsam vorran.
Bewegungsübungen und laufen im Wasserbad. Soviel habe ich in meinem Leben noch nicht in einem Schwimmbecken verbracht, doch es tat gut endlich mal wieder auf eigenen Beinen zu stehen.
Zur Sitzgymnastik wollten sie mich dann auch noch verdonnern, was aber bedingt dadurch das ich mit dem Rollstuhl so schlecht Treppen fahren kann nicht so wirklich statt fand, so konnte man sich aber in die Hände der Ergotherapeutin begeben.
Das erstmal Ergo?.. was für ein zeug ? Begriffe mit denen ich nie was anfangen konnte, da ich mich nie mit ihnen beschäftigt hatte.
Also morgens nach dem Frühstück runter und mit quietschenden reifen um die letzte Ecke, da sass sie! Die Ergotherapeutin! Nicht ganz so groß, nicht Gerten schlank, mit Pech schwarzen Haaren und Brille. Wie sich Jahre später raus stellte war das nicht schwarz sondern sollte ein dunkles Braun sein.

Sie sah mich und irgendwie kam sie ins stottern! Also ein paar lockere Sprüche und wir kamen wieder zurück zum Thema und ich musste Fragen beantworten ob ich denn eine Rollstuhlgerechte Wohnung hätte, klar ich krabbel immer die Dachrinne rauf in den 1. Stock, ob ich eine WC Sitzerhöhung brauche und noch so einen Blödsinn. Dieser Blödsinn gab dann aber doch noch ein rundes Bild und sie erklärte mir das ich dann wohl die nächsten Stunden an einem Webstuhl verbringen werde?? weben ? Das konnte ich in der Schule schon nicht leiden! Also denkt euch was anderes aus!
Ich hatte keine Wahl! Ich musste da ran, denn dort konnte die Bewegung der Beine trainiert werden. Also kaufte ich mal wieder alle Zeitungen auf die etwas mit dem Mopped fahren zu tun hatten und hatte somit was zu lesen wenn ich am Webstuhl saß und meine Bewegungen machte.
Irgendwann war sie dann so lieb und setzte mich auf ein Trimmrad endlich mal Abwechslung!
Nicht nur vor und zurück, nein nun ging es im Kreise rum.

Nur mal so am Rande. Meine Ergotherapeutin hatte nur ihr Praktikum dort geamcht, ist mittlerweile fertig ausgebildet und meine Schmiermaxine 


Der tag des großen Momentes kam näher. Die Orthesen konnte ich immer öfters ablegen und irgendwann bekam ich dann das ok um wieder auf eigenen Beinen stehen zu können. Mir war ganz schön mulmig! Wieder raus aus dem Rollstuhl ? hab ihn doch gerade mal eingefahren! Kann doch noch gar nicht auf den Hinterrädern fahren ! Aber es sollte so sein, ich sollte mich erheben können und auf den eigenen Beinen stehen.
Als der Moment gekommen ist, stehe ich in einem Gymnastikraum vor einem Barren und soll aufstehen!
Mulmig ist mir, mir fallen noch nicht einmal dumme Sprüche ein um die Situation zu überspielen. Die Ausleger für die Beine sind runter und die Fusshalteplatten sind weg geklappt. Die Füße stehen schon mal auf der guten alten Erde?.schluck

Wie komm ich nun hier raus ? Ziehe ich mich mit den Armen am Barren hoch oder kann ich einfach auftreten ? ich weiß es nicht uns muss es neu lernen.
Ich ziehe mich nach oben und stelle auf einmal fest das 180cm zwar nicht so groß sind, doch wenn man auf einmal einen Meter größer ist, dann schaut man ganz anders nach unten und es kommt einem so hoch vor. Ich stehe du gehe vorsichtig ganz verkrampft auf dem Barren gestützt ein paar Schritte.
Ein tolles Gefühl, aber sehr wackelig und es sollte auch noch ein paar versuche dauern bis wir mit dem Training an Unterarmgehstützen beginnen.

Danach ging alles recht fix, das gehen and en ?Krücken? ging immer besser und der Tag meiner Entlassung aus der Reha rückte näher. Es sollte aber noch ein halbes Jahr dauern, bis ich Vollendens auf meinen Rollstuhl verzichten konnte.

Aber ich war wieder zu Hause, konnte Teile organisieren damit die KTM auf E-Starter umgebaut werden kann, denn kicken war erstmal nicht mehr möglich und ich konnte in der Nähe in eine Ambulante reha gehen, wo die dortige Krankengynastin mich richtig auf vordermann brachte. hatte auch schwarze Haare, war aber leider verheiratet :-)

Heute sitze ich wieder auf der Duke, habe viel von meiner persönlichen Geschwindigkeit auf der Strasse verloren, aber auf der Strecke fast zur alten Form zurück gefunden. Das Kicken klappt auch wieder nach 5 Jahren

Das erste Mal Oschersleben nach dem Unfall standen knapp 3 Minuten auf der Uhr, welches sich ganz schnell wieder zu der gewohnten 1:50 mit 55PS reduzierte und ich mit zufrieden war. Doch ganz der alte werde ich nicht mehr, daher habe ich ja nun auch drei Räder

Gruss

Norbert


PS sorry aber an dem letzten Teil hängen nicht soviele Emotionen und Gedanken, daher etwas trockener

SiMo
22.08.2007, 14:27
Wenn ich das so lese...

Meine größte Angst ist es so aufzuwachen wie du, wenn ich aufs Motorrad steige! Ich setze alles daran das es nicht so augeht!

Das war sicher eine Scheiß-Zeit, wenn man das so list. Wollen aber nicht können.

Honigbär
22.08.2007, 14:50
Original geschrieben von Norbert

will euch das Ende nicht vorenthalten


http://www.dukecity.de/misc/uploads/forum/17_Norbert_rolli.JPG



[b]Schmerzen los werden, das ist das Ziel.
Aber wie soll man es nur machen? Wenn man sich nicht bewegen darf ?


PS sorry aber an dem letzten Teil hängen nicht soviele Emotionen und Gedanken, daher etwas trockener


Was Du da beschreibst, ist das nervtötende Sein Verunfallter. Besonders leiden aktive Typen darunter.

Meine Erfahrung darin ist nicht die, als Patient sondern als Behandelnder. Das schwierigste war den Zutritt zu diesen Patienten zu kriegen, da sonst keine Therapie möglich ist. Und an manchen Tagen, wenn Verband, Gips, Orthese, Jucken, Schmerzen und/oder ein Moralischer die Leute plagen ist oft gar nichts möglich.

Dann hadern sie mit sich selbst, resümieren > eine Sekunde vesus Monate, > dieser Scheißkerl oder >ich Blödmann etc. etc.
Nur das ändert nichts. Und aufgearbeitet muß werden.

Andernfalls drohen unbehandelte post-traumatische-Störungssyndrome, mit oft schlecht zu prognostizierenden Ausgang.

Und die Zeit dehnt und dehnt sich wie die Schulstunde ohne eigene Vorbereitung mit Schiß, daß der Pauker doch noch fragt. Das kann niemand abnehmen.

WIR können oft nur lindern. Trösten öfter.

Die Therapeutischen Grundlagen gaben wir vor, den Rest macht die Natur. NUR ohne Mitarbeit des Patienten geht nichts. Das ist oft die einzige Möglichkeit ihnen Lebenssinn zu vermitteln.

Es macht schon Sinn das zu schildern. Besondrs bei der von Dir kritisierten Fußhaltung bei den SuMos.

Ich muß allerdings gestehen, daß mein persönlicher Fahrstil (nur Straße) in keiner Weise dem täglich gesehenen entsprach. Im Gegenteil. Und das von jeher.

Nur, wenn man selber fährt, denkt man nicht daran. Und wenn daran denkt oder Angst hat-auch nur temporär- weg vom Hobel. Mit Angst läuft hier nichts.

Das heißt aber nicht, man soll Warnungen in den Wind schlage.

Halt die Ihren steif...aber nicht das Knie.

Gruß
Honigbär

TommyB
22.08.2007, 15:38
Norbert, jetzt hab ich mal die Zeit gefunden und deinen Beitrag von vorne bis hinten gelesen.
Harte Nummer das und ich sag dir ganz ehrlich, solche Ereignisse gehen mir immer wieder an die Nieren und geben mir zu denken, was mich selbst betrifft

Ich fahre jetzt seit 31 Jahren Zweiräder und manchmal, wenn man die Vergangenheit mal so Revue passieren läßt, wird einem klar wie oft man selber Bammel gehabt hat.

Ich selber hatte zum Glück noch keine schweren Unfall, habe aber auch gute Freunde die ihre Beine am Stück oder in Teilen verschiedenen Leitplanken geopfert haben.

Ich frage mich immer öfter, wann ich mal dran bin und natürlich kamen mir auch schon die Gedanken das Straßenfahren aufzugeben und nur noch auf der Renne Bodenproben zu nehmen.

Und dann hab ich mir die SD gekauft und hatte plötzlich wieder unglaublich Spaß auf der Landstraße.

Mal sehen was die Zukunft so bringt.
An alle, nehmt euch lieber das eine oder andere Mal zurück und rechnet immer mit der Dummheit anderer.
Noch eine sturzfreie Saison, Gruß Tommy

Honigbär
22.08.2007, 15:44
Original geschrieben von TommyB

Mal sehen was die Zukunft so bringt.
An alle, nehmt euch lieber das eine oder andere Mal zurück und rechnet immer mit der Dummheit anderer.
Noch eine sturzfreie Saison, Gruß Tommy


:A :A Ich schlage vor, daß man nach altgermanischer und altfränkischer Sitte, das Liebste (KTM) als Grabbeigabe mitgibt. :head :freu

Gruß

Honigbär

TommyB
22.08.2007, 16:00
Und wenn du schnell genug warst, passt die auch mit in ein Einzelgrab......................wegen der Kosten.

Honigbär
22.08.2007, 16:09
Original geschrieben von TommyB

Und wenn du schnell genug warst, passt die auch mit in ein Einzelgrab......................wegen der Kosten.

Jo, aber mit Luftloch

Gruß

Honigbär

KAi
22.08.2007, 20:09
Norbert: ich verbeuge mich! Du bist stark!

Norbert
22.08.2007, 20:25
@Honigbär

Ich glaube ich habe einen ganz grossen Vorteil vielen anderen gegenüber

Dann hadern sie mit sich selbst, resümieren > eine Sekunde vesus Monate, > dieser Scheißkerl oder >ich Blödmann etc. etc.

das hatte ich in keinem Moment!
ich hatte nie bereut das ich morgens aufgestanden bin, das ich dort hingefahren bin und auch nicht das ich mich von der Gruppe gelöst habe.
Es ist gekommen wie es kommen soll!
Der Mensch denkt und der Herr lenkt! (und das von einem der noch nichtmals in der Kirche ist)

Meine spzfindigkeiten, mein sarkasmus, meine blöden Sprüche kommen meistens in Situationen wo ich überfordert oder unterfordert bin. Wo ich nichts mit mir anzufangen weiss.
jetzt stell dir vor du bist Workeholic und man nagelt dich ans Bett?! Du wirst irre! Kannst nichts mit dir anfangen, es gibt einfach nichts was dich ausser Arbeit und Mopped fahren gefällt, aber beides kannst du just in dem Moment nicht machen.
Das Personal welches mich betreut hat war einfach Klasse und das habe ich ihnen auch nochmal gesagt als ich wieder fahren konnte! Denn den Job möchte ich nicht machen.
Die Szenen wo sie so lieb zu mir waren lesen sich aber nicht so gut :-)

Das ganze ist jetzt 5 Jahre her, fast auf den Tag genau und heute kann ich meine Gedanken sammeln und niederschreiben. Die Zeit nach dem Unfall hat mich sehr verändert! Wie ich über das Leben denke, wie ich mit mir umgehe udn mit anderen. Dazu ist gekommen das ich eine Wunderbare Frau kennen und lieben gelernt habe wofür ich selbst jetzt in der Situation wo wir uns befinden, diesen Unfall jederzeit wieder machen würde, wenn ich die Zukunft sehen könnte.

@Thommy

ich wusste ich Jahr 2000 als ich noch TL gefahren habe das mein Abflug kommen würde. Ich hatte dieses Gefühl das es nicht mehr lange dauern wird.
Daher habe ich die TL verkauft, denn da lag mein Durchschnitt bei 180 auf der Landstrasse. Dieses musste reduziert werden!
Ich kam zur KTM und fuhr immer noch wie ein Henker, aber langsamer
Im nachhein kann ich sagen, das als das Gefühl der Abflug kommt, welches ich nie beim fahren hatte, weg war, da kam er.
Ich habe es überlebt, Frank etwas später leider nicht.

Somit fahre ich heute auf der Strasse mit Kopf und nicht mit Angst! Ich brauche nicht der schnellste sein und auch nicht der tollste. ich weiss heute was ich kann und das ich es auch anwenden kann.
Wenn einer was will, dann soll er mit nach Oschersleben kommen, da kann man es dann austragen, aber nicht mehr auf der Strasse.
Simon hat mich fahren sehen und ich dachte schon das er mit dem Opa da vorne nie wieder fährt. Aber er will immer noch, leider konnte ich ihm dieses Jahr das nicht bieten, ich denke das wir nächstes Jahr durchstarten!
Als ich Maik geschrieben hatte das ich ggf nur mit dem 400er Motor zum Duke Treffen kommen werde, beakm ich als Antwort, naja damit bist "DU" garantiert nicht der langsamste ......... daran sehe ich das ich gena richtig fahre, was ich aber nicht für mein Ego brauche, denn wem ich zu langsam bin, mit dem fahre ich nicht.

Also "take the Rubberside down"

Norbert

PS einzig ein gestörtes Verhältnis zu Spitzkehren ist geblieben, denn in so einer ist es passiert

brauseberta
22.08.2007, 22:00
und irgendwie hat der von Norbert abgelegte Haufen Metall mit zwei Pneus seit dem Asphaltkontakt vor 5 Jahren sein eigenes Trauma und kuschelt sich mit unglaublicher Zielstrebigkeit auf therapeutische Hinterschenkel, die ihn liebevoll vor dem bösen rauhen Asphalt bewahren. Seitdem ich diese Zicke fahre bedient sie sich meiner, wie hat Norbert geschrieben : "nicht gertenschlank"en Polsterung. Und trotzdem, wir mögen uns.
Norbert, es ist die richtige Zeit zu schreiben, auch wenn's da eine Meinung gibt die sagt, die gibt es nicht :)
Therapeutisch gesehen ist es meist ein schwieriger Balanceakt zwischen dem Erfolg, sprich den Klienten/Patienten wieder nach vorn zu bringen und dem Rhythmus, der jedem Menschen zueigen ist. Natürlich wünscht man sich Mitarbeit, Verarbeitung, sicher, selbstverständlich muss das Gegenüber eine Reduzierung der Defizite aufweisen, wenn es entlassen wird aus der Obhut der Therapeutenhände. Und wenn man sich selber anschaut - wie oft ist hat mann/frau um die Realität geschlichen, sie nicht begreifen können in allem Ausmaß. Manchmal dauert es Jahre. Und das einzige was Freunde dann tun können, ist da sein.
Kai hat es vor einigen Wochen sehr treffend gesagt: "jeder kann nur gut auf sich selbst aufpassen" Ja, das sehe ich auch so.
>>Wasser wir schlecht, wenn es still steht<< - wir Menschen haben eine ganze Menge davon in uns. Und vielleicht haben die Menschen, die sich wie verrückt auf den schwarzen Zweiergummis bewegen, Angst vorm Stehenbleiben und die anderen sind eh in Bewegung.
Wenn ich Norbert heute sehe, kann ich sagen, dass ihn der Unfall verändert hat. Das es Bewegung in den Gedanken gegeben hat. Und das ist gut so...

...so denkt die Brauseberta

devilsduke
22.08.2007, 22:30
die Situation hatte ich 1992:

Jede Ausfahrt mit unserer Gruppe hätte selbst den gestandensten Heizer die Schweissperlen auf die Stirn getrieben.
Ein Paar haben es nicht überlebt, aber der Geschwindigkeitslevel der Gruppe hatte sich nicht reduziert.
Aber irgendwie fing es bei mir an rattern: "Was machst Du hier eigendlich? Du fährst doch so schon genug Rennen und den Geschwindigkeitsrausch kann ich auch ungefährlicher auf der Strecke bekommen."

Plötzlich hatte ich mehr Lust genau wieder das zumachen, was mir früher genausoviel Spass gemacht hatte: Den Weg als Ziel zu nehmen.

Aber mit der Gruppe? "Da wirste eher alleine rumgurken".

Irgendwie war da dann auch das Interesse am Motorrad weg. Kurzdarauf waren RG500 und FZR1000 verkauft.

Hab mir dann noch eine kleine 4rad Krawallkugel gekauft und bin mit der quasi auf Rundreise gegangen. Falls der Adrenalinspiegel allzu arg gefallen war hab ich meine Wettbewerbswagen genommen und bin mal wieder auf der Strecke gefahren oder hab überteuerte Supersportwagen gejagt. Alternativ habe ich auch von diversen Bekannten, Freunden oder "alten" Arbeitgebern mal ein "schickes" Auto zur Probe- oder Testfahrt bekommen.

Und Motorradfahren.....?
Ja ich habe es vermisst, aber nicht die Umstände. Und irgendwie war die Abneigung größer als das Verlangen.

Irgendwann 2004 ging es dann nicht mehr ein Mopped musste her. Irgendwas Leichtes und extrem Wendiges.
Die Duke war genau das was ich suchte. Über PS habe ich mir da noch keine Gedanken gemacht.

2006 hab ich mir dann zur Entlastung der Kleinen eine 600er Fazer dazugekauft. Bei der war mir schon so: "lass es ruhiger angehen eine 600er reicht". Trotzdem nur ein frommer Wunsch.

Im gleichen Jahr lege ich mich das erste Mal in meinem Motorradleben mit der Duke aufs Ohr.
Und das in einer Situation die mir irgendwie unangenehm bekannt vorkam:
Bei einer Ausfahrt mit anderen KTMlern wurde es immer schneller, und ich hab mich mitreissen lassen. So kam es dass ich in einer Kurve dann den Notausgang nehmen musste um nicht in die Anderen reinzurasseln.
Es ist "nicht viel" passiert aber ich habe trotzdem meine Konsequenz gezogen.

Entweder ich fahre alleine, wobei ich auch nicht gerade langsam bin, aber wenn ich merke, dass es mal nicht so gut geht auch zurückstecke.

Die Fazer ist jetzt auch mehr als schneller Tourer ausgelegt. Gabelfedern,Lenker.

Wenn es doch mal eine Ausfahrt mit anderen gibt, schaue ich mir meine Mitfahrer mittlerweile genau an, nicht weil die Schuld haben, sondern weil ich mich in der Gruppe nicht zurückhalten kann.

Meist suche ich mir dann die Langsameren aus und spiele entweder den Guide oder den Lumpensammler. Und irgendwie wird dann auch eine Harley interessant, man glaubt gar nicht welche Ruhe die ausstrahlen können......

Ich habe das "fast nichts" extra in Anführungstichen geschrieben, ich muss die Motorradzeit jetzt nutzen, da ich merke das es mir jeden Tag schwerer fällt.

1,8mio km fordern ihren Tribut.

TommyB
23.08.2007, 07:45
Original geschrieben von brauseberta
>>Wasser wir schlecht, wenn es still steht<< - wir Menschen haben eine ganze Menge davon in uns.


Toll, dieser Vergleich gefällt mir ausgesprochen gut
Mit einer solchen Muse kann man auch solch schöne Berichte schreiben :-)
Glückwunsch Norbert

Honigbär
23.08.2007, 13:01
Original geschrieben von Norbert

will euch das Ende nicht vorenthalten


http://www.dukecity.de/misc/uploads/forum/17_Norbert_rolli.JPG



Gruss

Norbert


PS sorry aber an dem letzten Teil hängen nicht soviele Emotionen und Gedanken, daher etwas trockener


Äh, Norbert,

was ich noch fragen wollte, wieso haben sie Dir denn rote Strapse verpasst?

Hatten die keine blauen? :freu :freu :freu

Gruß

Honigbär

visu
23.08.2007, 15:32
echt ein toller bericht!


Original geschrieben von brauseberta
>>Wasser wir schlecht, wenn es still steht<< - wir Menschen haben eine ganze Menge davon in uns.


eine geniale aussage

echt ein danke an alle hier

lg. günter

SMdel
23.08.2007, 16:26
Original geschrieben von TommyB

Norbert, jetzt hab ich mal die Zeit gefunden und deinen Beitrag von vorne bis hinten gelesen.
Harte Nummer das und ich sag dir ganz ehrlich, solche Ereignisse gehen mir immer wieder an die Nieren und geben mir zu denken, was mich selbst betrifft

Ich fahre jetzt seit 31 Jahren Zweiräder und manchmal, wenn man die Vergangenheit mal so Revue passieren läßt, wird einem klar wie oft man selber Bammel gehabt hat.

Ich selber hatte zum Glück noch keine schweren Unfall, habe aber auch gute Freunde die ihre Beine am Stück oder in Teilen verschiedenen Leitplanken geopfert haben.

Ich frage mich immer öfter, wann ich mal dran bin und natürlich kamen mir auch schon die Gedanken das Straßenfahren aufzugeben und nur noch auf der Renne Bodenproben zu nehmen.

Und dann hab ich mir die SD gekauft und hatte plötzlich wieder unglaublich Spaß auf der Landstraße.

Mal sehen was die Zukunft so bringt.
An alle, nehmt euch lieber das eine oder andere Mal zurück und rechnet immer mit der Dummheit anderer.
Noch eine sturzfreie Saison, Gruß Tommy


Ja Tommy da stimme ich dir absolut zu, ich bin ja eigentlich ein nahezuer Frischling, aber ich kalkuliere schon heftig und im Hintergedanken habe ich auch oft meine 3 Kinder, dann bin ich auch gern mal ein Blümchenpflücker, naund. Wichtig ist mir der fun und vorallem das Wahsinnsgefühl, wenn ich auf meine Maschine steige... los komm ich grad wieder Lust, wir drehen schnell ne Runde...
Danke nochmal Norbert für all deine Worte!
VLG Annett

k3nny
23.08.2007, 19:06
Hi zusammen

Echt eine schlimme Geschichte die du da erlebt hast. Mir wurd echt flau im Magen als ich es gelesen hab. Wie schon gesagt hast nen angenehmen Schreibstil.
Zum glück hast du es soweit es geht gut überstanden und solche Erlebnisse zeigen was es heist das man nur ein Leben hat, worauf man aufpassen muss ( von der Familie mal ganz zu schweigen).
Zum Glück hatte ich in meiner Zweirrad Laufbahn nur einen Abflug weil mir nen auto bei nasser Fahrbahn die Vorfahrt nahm. Motorrad ins Auto gerutscht und ich zum glück kurz davor zum liegen geblieben. Ende vom Lied Blaues Knie und Ellebogen. Und daher möchte ich mir garnicht vorstellen was es heist von Ärzten wieder zusammen geflickt zu werden.

Was ich daraus gelernt hab, habe niemals Angst in dem was du tust, habe Respekt. Damit bin ich bis jetzt am besten gefahren.

Und ein weiss ich alle potenziellen Organspender die sich so auf den Strassen tummeln, sollten sich solche Schicksale wie von Norbert mal zu Herzen nehmen und sich wenn sie so fahren wollen auf abgesperten Strecken den Sand ins Gesicht reiben mögen.

Wünsche allen eine sturzfreie Fahrt und noch ein paar hoffentlich sonnige Tage

Gruß Daniel

visu
24.08.2007, 10:29
ich vergleiche das motorradfahren immer mit dem bergsteigen da braucht es auch eine menge an respekt vor dem berg, den der berg braucht uns menschen nicht sondern wir brauchen ihn um auf klarere gedanken zu kommen.


lg.

Honigbär
24.08.2007, 11:18
Original geschrieben von visu

ich vergleiche das motorradfahren immer mit dem bergsteigen da braucht es auch eine menge an respekt vor dem berg, den der berg braucht uns menschen nicht sondern wir brauchen ihn um auf klarere gedanken zu kommen.


lg.

Schon richtig!

Nur , ob "um auf klarere gedanken zu kommen." in der dünneren Luft funktioniert??

Die Leute haben doch schon in der Ebene damit ihre Schwierigkeiten.

Gruß
Honigbär

SMdel
24.08.2007, 11:23
Original geschrieben von Honigbär

Original geschrieben von visu

ich vergleiche das motorradfahren immer mit dem bergsteigen da braucht es auch eine menge an respekt vor dem berg, den der berg braucht uns menschen nicht sondern wir brauchen ihn um auf klarere gedanken zu kommen.
lg.
Schon richtig!
Nur , ob "um auf klarere gedanken zu kommen." in der dünneren Luft funktioniert??
Die Leute haben doch schon in der Ebene damit ihre Schwierigkeiten.

Gruß
Honigbär

Ne, ne Bergsteigen ist das für mich nicht, eher das bergabdüsen den Berg runter, nämlich beim Skifahren, zu schauen was kann ich, was geht, wie weit komm ich runter in den Kurven, (fast) an seine körperlichen Grenzen geraten, aber vielleicht steige ich kommenden Winter sogar auf snowboard um, da ist das feeling sicher noch ähnlicher!! Jippie ich freu mich drauf!!!!!!!!!!!
:freu :freu :freu
Im Februar geht's los!!!!

Honigbär
24.08.2007, 13:19
Original geschrieben von SMdel

Original geschrieben von Honigbär

Original geschrieben von visu

ich vergleiche das motorradfahren immer mit dem bergsteigen da braucht es auch eine menge an respekt vor dem berg, den der berg braucht uns menschen nicht sondern wir brauchen ihn um auf klarere gedanken zu kommen.
lg.
Schon richtig!
Nur , ob "um auf klarere gedanken zu kommen." in der dünneren Luft funktioniert??
Die Leute haben doch schon in der Ebene damit ihre Schwierigkeiten.

Gruß
Honigbär

Ne, ne Bergsteigen ist das für mich nicht, eher das bergabdüsen den Berg runter, nämlich beim Skifahren, zu schauen was kann ich, was geht, wie weit komm ich runter in den Kurven, (fast) an seine körperlichen Grenzen geraten, aber vielleicht steige ich kommenden Winter sogar auf snowboard um, da ist das feeling sicher noch ähnlicher!! Jippie ich freu mich drauf!!!!!!!!!!!
:freu :freu :freu
Im Februar geht's los!!!!

UI jui jui jui, Snowboard :schock

Also, da sind mir zwei Bretter lieber. Da steht man besser druff.

Aber bei Euch Mädels sind halt die Gewichte besser verteilt.

Wo willste denn die Pisten unsicher machen ?

Gruß
Honigbär

Norbert
15.01.2010, 14:09
...und heute sitze ich hier, ein paar Jahre später und lese meine eigenen Zeilen noch einmal...

Nicht ohne Grund ahbe ich die Zeilen noch einmal gelesen, seit weihnachten kann ich kaum noch richtig laufen, mal besser mal schlechter und das SuMo Fahren bei Maria war eigentlich das schlimmste was ich meinem Knie antun konnte. Aber jeder Kilometer war es wert nach Salzburg zu fahren

Somit ist jetzt der Moment da wo die Frage kommt wie es weiter geht mit dem Knie
Das rechte hat arge Verschleisserscheinungen und im Moment stelle ich mir sogar die Frage ob ich die kommende Saison überhaupt auf der Kartbahn fahren kann.

Mein prof ist am Ende mit seinem wissen was man noch ausser einer OP tun kann und somit liegt alle Hoffnung auf einem Arzt in Markgröningen.

Wenn ihr euch vorstellen könnt wie es sich anhört wenn Sand zwischen Zahräder gerät, dann wisst ihr wie es sich anhört wenn ich im Moment gehe.
Und ich weiss jetzt wie weh es den Zahnrädern tun muss wenn da Sand zwischen den Zähnen ist

Gruss

Norbert

Shadow
15.01.2010, 15:41
Ja ich kenn das Gefühl was du hast! Zwar nicht von mir selber aber von einer Exfreundin. Die hat Judo Leistungssportmäßig betrieben und sich in beiden Knien die Kreuzbänder gerissen und in beiden Knien der Minuskus hinüber. WOhl bemerkt ist sie 19 und wurde schon 3 mal operiert. Bei ihr fühlt es sich auch so an als ob Sand zwischen den Gelenken ist.
Sau scheiße sowas. Aber ich glaube früher oder später musst du unters Messer-.-

Gruß Shadow

Hüby
15.01.2010, 18:44
mh kenn ich denn leb seit meinem 16ten mit nen Keilförmiegen Wirbel...
is "zum Glück" schon paßiert als die Knochen noch weich und im Wachstum wahren..so das es noch ohne OP ging..

irgendwann steht mir das bevor.. :help

Norbert
29.02.2012, 13:41
und immer wieder komm eich auf den Beitrag zurück, schade eigentlich, aber es ist halt wie es ist.

etwas mehr als ein jahr hat die letzte OP dafür gesorgt das ich nochmal richtig Gas geben konnte, doch Spanien gab mir dann den Rest.
Seit dem ich aus Spanien zurück bin wurde mein Knie nicht mehr ruhiger und spricht jeden tag von Morgens bis Abends mit mir, was auf die Dauer sehr hindrlich sein kann, denn der Wortschatz des Knies ist sehr begrenzt und so spricht es fast immer die selben Worte.
Das ganze wurde mir dann doch zu dumm und so dachte ich mir ich lass mal wieder eine CT machen um zu sehen was damit ist.
Der Bereicht des Arztes hat mich dann nicht so wirklich überrascht, nur ich musste mir über die Folgen klar werden!

Gelenkflächen verschlissen
Minisken defekt
Alle Bänder zeigen an den Nahtstellen wo sie schon zusammen geflickt wurden Auflösungserscheinungen!

Bedeutet schmerzen beim gehe, beim stehen und beim sitzen und im schlimmsten falle kann mir bei einem Renneinsatz auf der Superduke mit Belastung auf dem extrem angewinkelten Knie passieren das ich in die Box zurück komme und der Unterschenkel nur noch durch die Haut gehalten wird, so wie es damals nach dem Unfall an beiden Knien war.

Das Risiko ist mir zu hoch!
Da hänge ich doch dann sehr an meiner Gesundheit

Somit ist für mich, die Battle abgesagt, das Training in Unagrn am Pan mit kl.schuh ist abgesagt, Ledenon mit Desmo abgesagt, SuperSix wird wohl acuh nichts mehr werden

Möchte einfach mal danke sagen bei allen die ich and er Strecke kennen lernen durfte und mit denen ich viel Spass hatte, ich konnte fast 10 jahre noch nach meinem Abflug einem superschönen Hobby nachgehen und freue mich über die Zeit die ich hatte

Nun gehts zurück auf die Strasse so lange das noch geht

bevor irgendwer auf die Idee kommt man könnte ja an der Superduke was ändern, nein es geht nicht

Gruss

Norbert

Desmo
29.02.2012, 13:52
spässle...

(und wirklich nur spässle ! tut mir wirklich leid sowas zu hören !)